Christen in Ägypten bedroht wie nie zuvor in der Neuzeit

Aus Ägypten erreichen uns fast täglich schockierende Nachrichten. Die Lage wird immer dramatischer. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte erhält viele Nachrichten aus Ägypten zeitnah und direkt. Sie ist nicht auf Medienberichte angewiesen. Als Menschenrechtsverteidiger wissen wir, dass es jetzt auf schnelle Hilfe für die Betroffenen ankommt und dass es nicht die Zeit ist, zu verzweifeln und die Menschen in Ägypten "abzuschreiben".

Bereits unter dem Regime des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak und davor wurde die koptische Minderheit in Ägypten diskriminiert und marginalisiert. Seit dem Sturz von Präsidenten Mursi hat sich die Lage der Kopten aber drastisch verschlechtert. Mitte August 2013 erreichten die Übergriffe einen neuen traurigen Tiefpunkt: Die koptischen Christen wurden von islamistischen Gewalttätern, die über den Sturz ihren Präsidenten Mohammed Mursi empört waren, zu "Sündenböcken" abgestempelt.

Militante Muslimbrüder warfen Brandsätze und Molotov-Cocktails in Kirchen und setzten christliche Schulen, Geschäfte, Häuser und Klöster in Brand. Über 50 Kirchen wurden bei den terroristischen Angriffen zerstört. Besonders schwer getroffen hat es das oberägyptische Gouvernement Al-Minya, in dem 14 Kirchen, fünf katholische Schulen, und ein kirchliches Waisenhaus angegriffen wurden.

Auslöser der jüngsten Ausschreitungen gegen Christen war die Räumung von zwei Protestcamps der islamistischen Mursi-Anhänger durch Sicherheitskräfte. Nach aktuellen Schätzungen des ägyptischen Gesundheitsministeriums wurden dabei nach offiziellen ägyptischen Berichten 578 Menschen getötet und rund 4.000 verletzt. Die wirkliche Zahl der Opfer ist nicht bekannt.

In ganz Ägypten fürchten die Kopten nun, durch eine "ethnische Säuberung" radikaler Islamisten vertrieben zu werden. In mehreren Gouvernements fanden Christen Flugblätter an ihren Haustüren vor, die ihnen mit Repressalien drohten, wenn sie nicht ihre Städte verließen. Gläubige wurden während des Gebets angegriffen, in Al-Minya wurden die Häuser und Geschäfte von Christen mit einem schwarzen Kreuz markiert, um sie für die Angreifer erkennbar zu machen. Mittlerweile fühlten sich die Christen in Al-Minya direkt belagert, "unsere Kinder haben Angst", so Pfarrer John Amin.

Helfen Sie der IGFM bei der Unterstützung und dem Schutz von Opfern

Besonders bedroht sind Christen, die offen Gewalttaten von militanten Mursi-Anhängern und Salafisten kritisiert haben. In größter Gefahr schweben auch Islamismus-Kritiker. Besonders bedroht sind in Ägypten darüber hinaus diejenigen, die den Islam verlassen haben und sich für das Christentum entschieden haben.

Die IGFM setzt sich gezielt für die Rechte der christlichen Minderheit in Ägypten ein. Sie informiert seit langer Zeit die deutsche Öffentlichkeit, unsere Politiker und die Medien und hilft den Menschen vor Ort. Nie war diese Arbeit so wichtig wie jetzt und deshalb bitten wir Sie herzlich um Ihre schnelle Unterstützung. Durch Ihre Spende helfen Sie uns, die Christen beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser zu unterstützen oder an sicherer Stelle eine neue Bleibe zu finden. Die IGFM hat es sich zum Ziel gesetzt, den Christen eine lebenswerte Existenz in ihrer Heimat zu ermöglichen. Bitte helfen Sie uns dabei!


Bitte helfen Sie!

Stichwort: IGFM-Ägypten-Hilfe
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