Gewalt gegen Oppositionelle

Bei den Jubiläumsfeiern zum 200. Geburtstag von Karl Marx gingen kubanische Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Oppositionelle vor.

Havanna / Frankfurt am Main (14. Mai 2018) – Im Vorfeld der Jubiläumsfeiern zum 200. Geburtstag von Karl Marx sind kubanische Sicherheitskräfte in Havanna, Santiago de Cuba und Cienfuegos massiv gegen Oppositionelle vorgegangen. Unter den Angegriffenen sind die „Damen in Weiß“, die 2003 den Sacharow-Preis für Menschenrechte des Europäischen Parlaments erhielten.


Oscar Elías Biscet, Mediziner und prominenter Oppositioneller, steht seit mehreren Wochen unter Hausarrest, teilte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main mit. Wie die IGFM aus kubanischen Oppositionskreisen erfuhr, werden politische Häftlinge auf Kuba seit mehreren Tagen ununterbrochen mit Rockmusik beschallt, um ihre Proteste zu übertönen. „Diese Art der Folter hinterlässt keine sichtbaren Spuren, was das Regime vor internationaler Kritik bewahrt“, so die IGFM.

Die Karibikinsel ist seit 1959 ein kommunistischer Einparteienstaat, der Andersdenkende mit geheimdienstlichen Methoden unterdrückt, freie Wahlen unterbindet und wirtschaftliche Eigenständigkeit nur sehr eingeschränkt zulässt. Bis heute sind Grundnahrungsmittel auf Kuba rationiert und nur auf Lebensmittelkarten (libreta) erhältlich. Seit dem Tode des langjährigen Diktators Fidel Castro (1926 – 2016) hält sein Bruder Raoul Castro als Chef der allmächtigen Kommunistischen Partei weiter die Fäden in der Hand.


Mehr Infos zu Kuba
www.igfm.de/kuba


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