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Scharia2018-12-04T15:20:55+00:00

Scharia

Foto: Jamie Kennedy, Flickr / CC BY 2.0 / bearbeitet, zugeschnitten

In der islamischen Theologie wird die Scharia als vollkommene Ordnung betrachtet, die Frieden und Gerechtigkeit schafft. Sie gilt als ”Ordnung Gottes” und gibt Anweisungen für das Verhalten in Familie und Gesellschaft (z. B. zum Ehe- oder Strafrecht) und reglementiert gleichzeitig die Gottesverehrung. Bei der Scharia handelt es sich nicht um ein kodifiziertes Gesetzbuch, das etwa mit dem “Bürgerlichen Gesetzbuch” vergleichbar wäre, sondern vielmehr um eine umfangreiche Sammlung verschiedener Texte, die zum Teil schwer verständliche oder auch widersprüchliche Aussagen enthalten. 1990 wurde die Scharia in der ”Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam” als alleinige Grundlage von Menschenrechten definiert und bildet somit das islamische Gegenstück zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Strafgesetze der Scharia sehen für ”Grenzvergehen” (Verbrechen, die der Koran mit einem bestimmten Strafmaß belegen) rigide und brutale Strafen vor, wie beispielsweise die Abtrennung von Gliedmaßen, Auspeitschungen bis hin zu Steinigungen und Kreuzigungen.

Überblick

Rechtsverständnis im Islam

Auszüge aus den Strafgesetzen der Islamischen Republik Iran

Auf der folgenden Seite finden Sie einige Zitate aus den Strafgesetzen der Islamischen Republik Iran. Es sind Zitate, die für sich sprechen. Quelle ist die leider vergriffene wissenschaftliche Übersetzung von Dr. Silvia Tellenbach.

Die Wiedereinführung des islamischen Strafrechts im Iran

Der Iran führte 1979 das islamische Strafrecht wieder ein und gründete am 17. Juni 1979 Revolutionsgerichte, die "nach islamischem Recht" zu urteilen hatten - unmittelbar darauf folgten Massenhinrichtungen. Ein Beitrag von Dr. Silvia Tellenbach. (Foto: Khashayar Elyassi, Flickr)

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Die Grausamkeiten des „Islamischen Staates“ – und anderer islamistischer Milizen – nehmen im Irak und in Syrien kein Ende. Enthauptungen und vor allem der gezielte Massenmord an Minderheiten verbreiteten Angst und Schrecken. Tausende unbewaffnete irakische Jesiden, Christen und Schiiten wurden von den Kämpfern des „Islamischen Staates“ niedergemetzelt, ihre Frauen und Töchter als „Sklavinnen“ verkauft. Hunderttausende versuchten schließlich, durch die Flucht in die von Kurden gehaltenen Bergregionen im Nordirak, ihr Leben zu retten. Doch diese Massenflucht übersteigt trotz aller internationalen Hilfe die Möglichkeiten der kurdischen Behörden. Sie übersteigt sogar die Möglichkeiten der großen Hilfsinstitutionen, die in ausgedehnten Flüchtlingslagern hunderttausende Menschen mit dem Nötigsten versorgen. Für mehr Informationen klicken sie hier.

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