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Irak2019-02-15T13:26:38+01:00

Flüchtlingen im Irak helfen

Unterstützung der IGFM im Nordirak

Die Grausamkeiten von islamistischen Extremisten nehmen im Irak und in Syrien kein Ende. Vor allem der gezielte Massenmord an Minderheiten und menschenverachtenes Verhalten verbreiteten Angst und Schrecken. Tausende unbewaffnete irakische Jesiden, Christen und Schiiten wurden von den Kämpfern des „Islamischen Staates“ niedergemetzelt, ihre Frauen und Töchter als „Sklavinnen“ an den IS verkauft, wo sie unmenschliches erleben mussten und immer noch müssen. Hunderttausende flohen schließlich in die von Kurden gehaltenen Bergregionen im Nordirak, um ihr Leben zu retten und dem Terror zu entkommen. Doch diese Massenflucht übersteigt trotz aller internationalen Hilfe die Möglichkeiten der ortsansässigen Behörden. Selbst die größten Hilfsinstiutuionen sind mit der Lage in den Camps überfordert, da es zahlreiche Probleme und Mängel gibt.

Im kurdischen Nordirak gibt es zurzeit um die Millionenstadt Dohuk 20 Flüchtlingslager für 450.000 Jesiden und kleinere Lager für ca. 50.000 Christen. Doch viele weitere Geflohene konnten dort bisher nicht unterkommen und leben weiterhin in schwierigsten Bedingungen unter Zeltplanen, in Rohbauten, unter Brücken und sogar auf Friedhöfen.

Das Team der IGFM probiert in den Flüchtlingslagern so viel zu helfen, wie es geht. Durch Spenden und Partnerschaften mit ansässigen Ärzten soll besonders der Medizinische Notstand und die Lage für Kranke und Menschen mit Behinderungen verbessert werden. Dabei wird lokal auch mit vom IS verschleppten und wieder befreiten Frauen gearbeitet.

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Hilfe für Menschen mit Behinderung, Verletzte und Kranke

Besondere Hilfe brauchen Menschen mit Behinderungen, Kriegsverletzte und Kranke – aber auch deren Familien. Die IGFM unterstützt sie mit orthopädischen Hilfsmitteln, Krücken, Toilettenstühlen und vor allem Rollstühlen, von denen die IGFM inzwischen mehrere Hundert in den kurdischen Nordirak bringen konnte.

Hilfe für Waisenkinder

Trotz der enormen Zahl an Todesopfern haben die allermeisten Kinder überlebende Angehörige, die sich um sie kümmern können. Einige wenige Kinder sind jedoch Vollwaisen, die alle ihre Familienmitglieder verloren haben. Ehrenamtliche der IGFM helfen bei ihrer Versorgung und Betreuung.

Unterstützung von Befreiten des IS

Viele Geflohene waren auch Gefangene des IS – sie haben schlimmste körperliche und psychische Gewalt erfahren müssen und benötigen dringend Beistand. Besonders Frauen werden als Sexsklavinnen auf menschenunwürdige Weise behandelt und “verkauft”. Nach diesen Gräueltaten sind die Flüchtlingscamps oft ihr einziger Zufluchtsort. Durch Beschäftigung, verschiedene Kurse und seelischen Beistand probiert die IGFM sie wieder in ein normaleres Leben zurück zu führen.

Ärztliche Hilfe

Für die medizinische Betreuung vor Ort arbeitet die IGFM mit einem Team aus Ärzten und Fachpersonal zusammen, die sich Kranken annehmen, Diagnosen stellen und Medizin verschreiben. Ebenfalls werden so Betroffene bei notwendigen Operationen begleitet und unterstützt.

Hilfe für Schüler und Studenten

Die Flüchtlingskinder können teilweise im Schichtbetrieb in reguläre örtliche Schulen gehen. Oft sind die Wege dorthin aber zu weit. Abhilfe bringen improvisierte Zeltschulen, in denen Flüchtlinge, die selbst Lehrer sind, ehrenamtlich arbeiten und unterrichten. Die Schüler erhalten von der IGFM nicht nur Schreibzeug, Stifte und anderen Schulbedarf, sondern wenn möglich auch Schuhe und Kleidung. Die IGFM hilft aber auch geflohenen Studenten in den Universitäten im kurdischen Nordirak, damit sie dort ihr Studium abschließen können.

Nähmaschinen und Nähwerkstatt für Flüchtlinge

Die IGFM hat bereits auf mehreren Hilfstransporten in den kurdischen Nordirak Nähmaschinen mitgebracht, damit die Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen, Kleidung, Bettwäsche und andere Textilien selbst zu reparieren. Wegen des großen Bedarfs hat sich die IGFM entschlossen, in einem Flüchtlingslager nahe der nordirakischen Millionenstadt Dohuk eine kleine Nähwerkstatt aufzubauen. Darin sollen Frauen unter Anleitung eines Schneiders oder einer Schneiderin auch die traditionelle weiße Kleidung und Schuluniformen nähen lernen und Aufträge annehmen können.

Zahnärztliche Hilfe

Mangel an Hygieneartikeln hat oft dentale Probleme zur Folge. Deswegen bemüht sich die IGFM regelmäßige zahnärztliche Behandlungen in den Flüchtlingscamps anzubieten und bei Problemen sofort zu helfen.

Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE04 5502 0500 0001 4036 01
BIC: BFSWDE33MNZ

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