China: Unterschriftenübergabe und Gespräch mit Menschenrechtsbeauftragten in Berlin

IGFM-Vorstandsmitglied Hubert Körper übergibt die Unterschriftenliste gegen Organraub in China an die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Dr. Bärbel Kofler
Unterschriftenübergabe an Menschenrechtsbeauftragte

Am 19. Oktober 2016 trafen die IGFM-Vorstandsmitglieder Hubert Körper und Manyan Ng in Berlin die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler. Anlass des Treffens war die Übergabe der von IGFM-Freiwilligen gesammelten Unterschriften, um die Bundesregierung zum Einsatz gegen die illegale Praxis des Organraubs in der Volksrepublik China anzuhalten.Organraub ist „Tötung auf Bestellung“, um die Organe des Opfers verkaufen und transplantieren zu können. In der Volksrepublik China ist die Herkunft von zehntausenden „Spender“-Organen völlig unklar. Wahrscheinlich sind in China tausende Menschen Opfer von Organraub geworden. Die Getöteten sind, soweit bekannt, vor allem willkürlich inhaftierte Häftlinge aus chinesischen Arbeitslagern und „Umerziehungs“-Einrichtungen.

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IGFM im Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages

Zwei Tage zuvor, am 17. Oktober 2016, sprachen die IGFM-Aktivisten bereits in Berlin vor. Dieses Mal waren die Adressaten der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Parlaments, Michael Brand MdB CDU, und der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt, MdB CDU. Ziel des Gesprächs war es die Möglichkeiten einer parteienübergreifenden Resolution des Bundestags zur illegalen Praxis des Organraubs zu erörtern.


Michael Brand setzt sich seit Jahren mit deutlichen Worten, und ohne Sorge vor politischen Restriktionen, für Menschenrechte in China ein. So nahm er in Kauf, an einer Delegationsreise mit Kanzlerin Merkel, nicht teilnehmen zu können, da die chinesische Botschaft ihm aufgrund seiner Kritik an der chinesischen Menschenrechtssituation die Einreise verweigerte. Brand zeigte sich davon überzeugt, dass noch immer zahlreiche illegale Organentnahmen in chinesischen Krankenhäusern stattfanden. Der Bundestagsabgeordnete Patzelt forderte im Gespräch, dass die deutsche Regierung eine Art „Organtourismus“ verbieten müsse. Als bereits existierende Beispiele nannte er Spanien und Israel – beide Länder hätten entsprechende Gesetze verabschiedet, um zu verhindern, dass Menschen zur Transplantation illegaler Organe nach China reisten. Er hob hervor, dass bei allen wirtschaftlichen Kontakten zwischen der Bundesregierung und der Volksrepublik China die Menschenrechte berücksichtigt werden müssten. 

Die Vorstandsmitglieder der IGFM, Hubert Körper und Manyan Ng, verwiesen darauf, dass in chinesischen Krankenhäusern jährlich zwischen 60 000 und 100 000 Organtransplantationen durchgeführt werden – eine Zahl, die weit über den offiziellen Organspenden liegt. Sie beide warben dafür, dass die Bundesrepublik dem US-Kongress und dem Europäischen Parlament folge, und eine Resolution zum Stopp des illegalen Organraubs verabschieden sollten.

[Artikel der Deutschen Welle zu Martin Patzelt und Organraub …]
[Bericht von Minghui.org zu dem Treffen …]

[Veranstaltung zum Thema Organraub am 31.10.2016 in Berlin...]
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