Darmstadt: IGFM Mahnwache: „Menschenrechte in Nordkorea“

Am 09.08.2016 demonstrierten Freiwillige der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte auf dem Luisenplatz in Darmstadt. Hierbei kamen zahlreiche Menschen zum Infostand der IGFM, um sich über die dramatische Menschenrechtslage in Nordkorea und China zu informieren. Vor allem für den inhaftierten Pastor Hyeon Soo Lim konnten viele Unterschriften gesammelt werden. Auch die bewegende Situation von nordkoreanischen Flüchtlingen in China wurde thematisiert. Außerdem wurden die Menschen über den Einsatz von nordkoreanischen Arbeitssklaven in der EU (Polen und Malta) informiert. Eine Standbesucherin kommentierte hierzu: "Schrecklich, dass dies direkt vor unserer Haustür passiert und kaum jemand etwas davon mitbekommt. Bitte setzen Sie sich auch weiter für diese nordkoreanischen Arbeiter ein!"

In Nordkorea werden über 150.000 Menschen in Lagern willkürlich als Arbeitssklaven gefangen gehalten. Flüchtlinge berichten von Folter, Vergewaltigungen und öffentlichen Hinrichtungen. Die meisten der Gefangenen sterben bereits bevor sie das 50ste Lebensjahr erreicht haben an den Folgen von chronischem Hunger und Überarbeitung. Tausende Nordkoreaner wagen jedes Jahr die Flucht in das benachbarte China, um Hunger und Verfolgung zu entkommen. Doch die Volksrepublik liefert alle aufgegriffenen Flüchtlinge aus. In Nordkorea erwarten sie Folter und Tod.

[mehr zur Kampagne für Nordkoreanische Flüchtlinge …]
[mehr Infos zu Menschenrechten in Nordkorea …]
[mehr Infos zu Menschenrechten in China …]

Sechs Hauptlager, bis zu 250.000 Gefangene – Pastor Hyeon Soo Lim ist einer von ihnen
In Nordkorea sind sechs außerordentlich große Hauptlager bekannt, daneben etwa 200 kleinere Nebenlager und andere Strafeinrichtungen. Die exakte Zahl der Häftlinge ist unbekannt, die Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer Institutionen schwanken zwischen 154.000 und 250.000 Menschen, die aus nichtigen Gründen – oder völlig ohne Grund – ein Sklavendasein fristen. Manche sind in Haft, weil Vorfahren von ihnen aus Südkorea stammten, andere weil Familienangehörige nach China geflohen sind oder weil sie ihr Recht auf Religionsfreiheit wahrgenommen haben. So auch Pastor Hyeon Soon Lim. Er wurde im Dezember 2015 wegen „staatsfeindlicher Aktivitäten“ zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt.

China bricht Völkerrecht 
Mit der Abschiebung nordkoreanischer Flüchtlinge in ihr Herkunftsland bricht China bindendes Völkervertragsrecht. China ratifizierte beide Abkommen der Genfer Flüchtlingskonvention aus den Jahren 1951 und 1967.

Das IGFM-Team mit einem Rollup-Banner für Pastor Hyeon Soo Lim vor dem Ludwigsmonument.
Eine Freiwillige der IGFM stellt einem Standbesucher das Informationsheft "A Prison with no Fence" vor.
Zwei interessierte junge Menschen informieren ich über die Menschenrechtslage in Nordkorea.
Ein Standbesucher liest sich aufmerksam Informationsmaterial über nordkoreanische Arbeitslager durch.
Hilfe für den Notfall: Hilfsangebote und Notadressen
Machen Sie mit: Petition für ein Tribunal über den Islamischen Staat (IS)
Scharia, das islamische Recht im Überblick
Die Opfer des Islamischen Staates (IS) brauchen Hilfe. So hilft die IGFM.
Veranstaltungen
China darf Flüchtlinge aus Nordkorea nicht abschieben