Darmstadt: IGFM-Mahnwache: "Menschenrechte in Nordkorea"

Das IGFM-Team bei der Mahnwache in Darmstadt.

Am 30. Juni 2016 demonstrierten Aktive der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte in Darmstadt auf dem Kantplatz. Im Zugangsbereich der dortigen Hochschulen kamen zahlreiche Studentinnen und Studenten zum Infostand um sich über die dramatischen Menschenrechtsverletzungen durch die Regimes in Nordkorea und China zu informieren. „Es war eine fantastische Möglichkeit, die interessierten Studenten zu erreichen – die IGFM wird auf jeden Fall wieder kommen. Danke Darmstadt!“ so eine Standbetreuerin.
Schwerpunkt des Protests war die Tatsache, dass China – als eines der wenigen Länder – noch immer nordkoreanische Flüchtlinge in ihr Heimatland abschiebt. Dort drohen ihnen Folter und Tod.

Über 150.000 Menschen in Lagern
In Nordkorea werden über 150.000 Menschen in Lagern willkürlich als Arbeitssklaven gefangen gehalten. Flüchtlinge berichten von Folter, Vergewaltigungen und öffentlichen Hinrichtungen. Die meisten der Gefangenen sterben bereits bevor sie das 50ste Lebensjahr erreicht haben an den Folgen von chronischem Hunger und Überarbeitung. Tausende Nordkoreaner wagen jedes Jahr die Flucht in das benachbarte China, um Hunger und Verfolgung zu entkommen. Doch die Volksrepublik liefert alle aufgegriffenen Flüchtlinge aus.

 

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Sechs Hauptlager, 200 kleinere Nebenlager
In Nordkorea sind sechs außerordentlich große Hauptlager bekannt, daneben etwa 200 kleinere Nebenlager und andere Strafeinrichtungen. Die exakte Zahl der Häftlinge ist unbekannt, die Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer Institutionen schwanken zwischen 154.000 und 250.000 Menschen, die aus nichtigen Gründen – oder völlig ohne Grund – ein Sklavendasein fristen. Manche sind in Haft, weil Vorfahren von ihnen aus Südkorea stammten, andere weil Familienangehörige nach China geflohen sind. 

China bricht Völkerrecht 
Mit der Abschiebung nordkoreanischer Flüchtlinge in ihr Herkunftsland bricht China bindendes Völkervertragsrecht. China ratifizierte beide Abkommen der Genfer Flüchtlingskonvention aus den Jahren 1951 und 1967. 

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Teammitglied im Gespräch mit Standbesucherin.
Zahlreiche Unterschriften wurden gesammelt.
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