Mahnwache gegen Sklavenarbeit in der EU am 13. Februar 2017 in Frankfurt

Vor dem polnischen Honorarkonsulat protestierten Menschenrechtsaktivisten gegen die Ausbeutung nordkoreanischer Arbeitssklaven in Polen.

„Keine Sklavenarbeiter in der EU!“

Am Montag, den 13. Februar, protestierten IGFM-Menschenrechtler vor dem Honorarkonsulat Polens in Frankfurt am Main, um auf die Ausbeutung nordkoreanischer Arbeitssklaven in Polen aufmerksam zu machen.

Im EU-Mitgliedsland Polen werden nordkoreanische Zwangsarbeiter eingesetzt. Der Schritt der polnischen Regierung im Juni 2016, Nordkoreanern zu Arbeitszwecken fortan keine Visa mehr zu erteilen, ist richtig, aber unzureichend, denn hierdurch wird nur der Zustrom neuer Zwangsarbeiter reduziert. Denjenigen, die bereits im Lande sind oder ältere Visa besitzen, ist damit nicht geholfen, zumal Visa auch verlängert werden können. Aktuell beteiligt sich Polen durch die Duldung nordkoreanischer Zwangsarbeiter, deren Bezahlung in die Kassen des nordkoreanischen Gewaltherrschers Kim Jong-un fließt, an der Aufrechterhaltung des dortigen Regimes. 

Hintergrund

Die Arbeitskraft vieler Nordkoreaner wird vom totalitären Regime in Pjöngjang schamlos ausgenutzt. Die Regierung schickt Bürger ihres Landes zu Vertragsfirmen ins Ausland; dort sollen sie Geld verdienen, welches direkt an das unterdrückerische Regime fließt. Die Angehörigen der Arbeiter bleiben als Geiseln zurück. Bei einer Flucht droht den Familien Lagerhaft und Folter. Den Arbeitern selbst wird der Lohn für ihre Arbeit vorenthalten. Sie werden sowohl vom nordkoreanischen Regime, als auch von den Firmen ausgebeutet, die sie als billigste Arbeitskräfte beschäftigen. Die IGFM fordert daher, keine Arbeitsvisa für nordkoreanische Staatsbürger auszustellen und ein Ende der wirtschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen aus der EU mit Nordkorea.

 

Hilfe für den Notfall: Hilfsangebote und Notadressen
Scharia, das islamische Recht im Überblick
Die Opfer des Islamischen Staates (IS) brauchen Hilfe. So hilft die IGFM.
Veranstaltungen
China darf Flüchtlinge aus Nordkorea nicht abschieben