Koblenz: IGFM-Mahnwache gegen Ausbeutung von Arbeitssklaven

Viele interessierte Passanten informierten und beteiligten sich.

Um auf die dramatischen und menschenverachtenden Verbrechen in Nordkorea aufmerksam zu machen, und die Öffentlichkeit für die völkerrechtswidrige Abschiebepraxis Chinas zu sensibilisieren, protestierte die IGFM am 25. Mai in der Koblenzer Innenstadt. Hierfür sammelten Ehrenamtliche Unterschriften, die in Kürze dem chinesischen Botschafter in Berlin übergeben werden sollen.

Nordkoreanische Arbeitssklaven im Ausland
Nordkorea lässt Arbeiter im Ausland als Arbeitssklaven ausbeuten, um Devisen für das Regime zu beschaffen. Selbst die Dumpinglöhne, für die sie sieben Tage pro Woche schuften, werden ihnen vorenthalten. Die IGFM setzte sich für ein sofortiges Ende dieser Praxis ein. Außerdem forderte die IGFM von der chinesischen Regierung, nordkoreanische Flüchtlinge nach Südkorea weiterreisen zu lassen. 

Sechs Hauptlager, über 150.000 Gefangene – Pastor Hyeon Soo Lim ist einer von ihnen
In Nordkorea sind sechs außerordentlich große Hauptlager bekannt, daneben etwa 200 kleinere Nebenlager und andere Strafeinrichtungen. Die exakte Zahl der Häftlinge ist unbekannt, die Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer Institutionen schwanken zwischen 154.000 und 250.000 Menschen, die aus nichtigen Gründen – oder völlig ohne Grund – ein Sklavendasein fristen. Manche sind in Haft, weil Vorfahren von ihnen aus Südkorea stammten, andere weil Familienangehörige nach China geflohen sind oder weil sie ihr Recht auf Religionsfreiheit wahrgenommen haben. So auch Pastor Hyeon Soon Lim. Er wurde im Dezember 2015 wegen angeblich „staatsfeindlicher Aktivitäten“ zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt.

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen des Regimes.

China bricht Völkerrecht 
China schiebt Flüchtlinge aus Nordkorea in ihre Heimat ab. Dort erwarten sie Arbeitslager, Folter und Tod. Südkorea nimmt alle Flüchtlinge aus dem Norden auf, dennoch lässt China die Nordkoreaner nicht dorthin ausreisen. Mit der Abschiebung nordkoreanischer Flüchtlinge in ihr Herkunftsland bricht China bindendes Völkervertragsrecht. China ratifizierte beide Abkommen der Genfer Flüchtlingskonvention aus den Jahren 1951 und 1967. Artikel 33 (1) der Konvention von 1951 – der sogenannte Non-Refoulement Grundsatz – besagt: „Keiner der vertragschließenden Staaten wird einen Flüchtling auf irgendeine Weise über die Grenzen von Gebieten ausweisen oder zurückweisen, in denen sein Leben oder seine Freiheit (…) bedroht sein würde.” Die Vereinten Nationen haben darüber hinaus festgestellt: „Als Teil des Folterverbots des Völkergewohnheitsrechts, das den Rang von zwingendem Recht (jus cogens) erlangt hat, ist das Verbot von Refoulement bei einer solchen Gefahr für alle Staaten bindend, auch für jene, die den einschlägigen Verträgen noch nicht beigetreten sind.“ [UN-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR): Leitlinien zur Auslieferung und zum Internationalen Flüchtlingsschutz.]

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[Unterschriftenliste: China darf nordkoreanische Flüchtlinge nicht in den Tod schicken!]

 

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