Laufen für nordkoreanische Arbeitssklaven

Die IGFM nahm am 15. Juni 2016 am J.P. Morgan-Lauf in Frankfurt am Main teil – dem größten Firmenlauf weltweit. Der „J.P. Morgan Corporate Challenge“ ist ein Lauf über eine Strecke von 5,6 Kilometern, an dem Angestellte verschiedener Firmen aber auch Vereine teilnehmen können. Dabei geht es weniger um sportliche Leistung, sondern vielmehr um Werte, die von Unternehmen und Vereinen als erstrebenswert und wichtig angesehen werden: Teamgeist, Fairness und Kollegialität. Im Jahr 2016 starteten knapp 70.000 Läufer aus rund 2600 Firmen.

Nordkorea: Arbeitssklaven und willkürliche Lagerhaft

Die IGFM hat bei ihrer Teilnahme vor allem auf die Schicksale von nordkoreanischen Arbeitssklaven und Pastor Hyeon Soo Lim aufmerksam gemacht. Denn nicht nur in China, Russland oder arabischen Staaten, sondern selbst in Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden nordkoreanische Sklavenarbeiter ausgebeutet.

Auf Malta waren im April 2016 mindestens 41 Arbeitssklaven tätig: In der Textilfabrik „Leisure Clothing“ und dem Bauunternehmen „Ritemix Bros“ des ehemaligen Abgeordneten George Gatt. Die IGFM befragte dazu den Botschafter von Malta, der eine Beendigung des Einsatzes nordkoreanischer Sklaven in Aussicht stellte, aber auf einen großen Teil der Fragen bisher keine Antwort gefunden hat.

Vor allem in der Bauindustrie, aber auch in der Landwirtschaft und auf Werften werden nordkoreanische Arbeitssklaven im EU-Staat Polen ausgebeutet. Nach Schätzungen sind es in Polen über 200 streng überwachte nordkoreanische Sklaven. Beispiel: Auf einer abgeschirmten Baustelle in Warschau arbeiten ausschließlich männliche Sklaven. Polnische Medien haben darüber bereits berichtet. Die Baufirma Atal, die die Männer beschäftigt, hält jedoch weiter an ihrer Kooperation mit dem nordkoreanischen Regime fest.

Pastor Hyeon Soo Lim's Läuferteam beim JP-Morgan Lauf.

Hyeon Soo Lim, Pastor einer evangelischen koreanischen Gemeinde in Toronto (Kanada), ist in der Vergangenheit über 100-mal nach Nordkorea gereist, um dort für hungernde Menschen humanitäre Hilfe zu leisten. Er wurde im Januar 2015 verhaftet und nach einem Schauprozess am 16. Dezember 2015 zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt.

[Pastor Hyeon Soo Lim willkürlich in Haft…]

 

 

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