Lichterkette zum Thema Christenverfolgung der IGFM-Arbeitsgruppe Hamburg

Am Samstag, den 18. November 2017, hat die Hamburger Arbeitsgruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eine Lichterkette veranstaltet. Hintergrund war die weltweite Christenfeindlichkeit. Trotz des Regenwetters nahmen mehr als 200 Menschen teil und protestierten gegen Christenverfolgung. (Alle Bilder: Burkhardt Müller-Sönksen.)

Mit Kerzen und Plakaten haben die Mitwirkenden in der Hamburger Innenstadt ihren Forderungen mehr Gewicht verliehen, Unterschriften gesammelt und Flugblätter verteilt. Die Mitglieder und Freunde der IGFM setzten sich dabei insbesondere für die Freiheit von drei Gefangenen ein, die beispielhaft für die große Zahl aller Verfolgten stehen: In Pakistan die Landarbeiterin Asia Bibi, die wegen angeblicher „Blasphemie“ zum Tode verurteilt wurde. In Marokko Jamaa Ait Bakrim, der eine 15-jährige Haftstrafe absitzen muss, weil er mit Muslimen über seinen christlichen Glauben gesprochen hatte und den im Iran verfolgten Pastor Youcef Nadarkhani. Er war früher bereits wegen „Abfall vom Islam“ zum Tode verteilt worden, kam durch internationale Proteste frei und ist gegenwärtig wieder von einer langjährigen Haftstrafe bedroht.

Jürgen Klimke, MdB bis 2017, in der Zeit auch Mitglied im Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.
(von r. nach l.) Burkhardt Müller-Sönksen, MdB, Gründungsmitglied der liberalen Christen in der FDP-Bundestagsfraktion und Cornelia Schulz von der IGFM-Hamburg.

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke (CDU) sprach als Redner zu den Teilnehmern der Lichterkette. Er appellierte daran, im Engagement für verfolgte Christen nicht nachzulassen: "Unser gemeinsamer Einsatz bringt wirklich etwas,er rettet Menschenleben. Pastor Nadarkhani im Iran wurde schon einmal gerettet und kann wieder gerettet werden!"

Burkhardt Müller-Sönksen, ehemaliger FDP-Obmann im Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages, ermutigte die Besucher nicht aufzugeben und weiter für den Schutz der verfolgten Christen einzutreten.

Michaela Koller (Bild oben links), Referentin für Religionsfreiheit der IGFM, betonte, dass sich Deutschland stärker für die Einhaltung internationaler Menschenrechtsverträge einsetzen müsse.

Der an der Lichterkette teilnehmende Hamburger Pastor Thies Hagge (Jenfeld), sprach sich für die bedingungslose Freilassung aller Gewissensgefangenen aus. Pastor Ulrich Rüß forderte die Teilnehmer auf, den Einsatz der verfolgten und inhaftierten Menschenrechtler wertzuschätzen und selbst sensibler für die Benachteiligung von Christen zu sein.

Pawel Sturz, Bundesvorsitzender der Aktion Verfolgte Christen im BFP, brachte in seiner Rede die Notwendigkeit der Unterstützung von diskriminierten und verfolgten Konfessionen zum Ausdruck.

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