Mahnwache vor dem chinesischen Generalkonsulat in Frankfurt – unterstützt durch nordkoreanische Flüchtlinge und Menschenrechtler

An der Mahnwache nahm auch Young-Il Kim (vierter von rechts) teil, dem die Flucht aus Nordkorea gelang und der in Südkorea die Menschenrechtsorganisation PSCORE gründete.

Wortbeitrag eines nordkoreanischen Flüchtlings
Die IGFM veranstalte am 23. März 2016 eine Mahnwache vor dem chinesischen Generalkonsulat in Frankfurt. Denn die chinesische Regierung ist wesentlich für die Leiden nordkoreanischer Flüchtlinge verantwortlich. Mit der Abschiebung nordkoreanischer Flüchtlinge in ihr Herkunftsland bricht die Volksrepublik bindendes Völkervertragsrecht. China ratifizierte beide Abkommen der Genfer Flüchtlingskonvention aus den Jahren 1951 und 1967.


„Der Schlüssel liegt in China“
Neben weiteren Rednern wandte sich der nordkoreanische Flüchtling und Gründer der Menschenrechtsorganisation PSCORE, Young-Il Kim, mit einem Statement an die Teilnehmer des Protests.

In Nordkorea werden über 150.000 Menschen in Lagern willkürlich als Arbeitssklaven gefangen gehalten. Flüchtlinge berichten von Folter, Vergewaltigungen und öffentlichen Hinrichtungen. Die meisten der Gefangenen sterben bereits bevor sie das 50ste Lebensjahr erreicht haben an den Folgen von chronischem Hunger und Überarbeitung. Tausende Nordkoreaner wagen jedes Jahr die Flucht in das benachbarte China, um Hunger und Verfolgung zu entkommen. Doch die Volksrepublik liefert alle aufgegriffenen Flüchtlinge aus. In Nordkorea erwarten sie Folter und Tod.

[zur Unterschriftenaktion für nordkoreanische Flüchtlinge …]

Von links nach rechts: IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin, Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation PSCORE Bada Nam und dessen Gründer und Leiter Young-Il Kim.

Sechs Hauptlager, 200 kleinere Nebenlager
In Nordkorea sind sechs außerordentlich große Hauptlager bekannt, daneben etwa 200 kleinere Nebenlager und andere Strafeinrichtungen. Die exakte Zahl der Häftlinge ist unbekannt, die Schätzungen der Vereinten Nationen und anderer Institutionen schwanken zwischen 154.000 und 250.000 Menschen, die aus nichtigen Gründen – oder völlig ohne Grund – ein Sklavendasein fristen. Manche sind in Haft, weil Vorfahren von ihnen aus Südkorea stammten, andere weil Familienangehörige nach China geflohen sind.

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