Symposium mit Menschenrechtlern aus Nord- und Südkorea

Von links nach rechts: Soun-Kyoung Beck, stellv. Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft, der nordkoreanische Flüchtling Young-Il Kim, IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin und General-sekretär der NGO PSCORE Bada Nam.

Am 23. März 2016 lud die IGFM zu einem Symposium über Menschenrechte in Nordkorea und die Situation nordkoreanischer Flüchtlinge ein. Die Gesprächspartner und ihre Themen waren:

Young-Il Kim, nordkoreanischer Flüchtling und Begründer der Menschenrechtsorganisation PSCORE „Meine Flucht aus Nordkorea, Menschenrechte und Religionsfreiheit in Nordkorea“

Bada Nam, Generalsekretär von PSCORE
„PSCORE – wie wir arbeiten, was wir tun“           

Martin Lessenthin, Sprecher des IGFM-Vorstands
„Die Ausbeutung von Arbeitssklaven aus Nordkorea im Ausland“

Soun-Kyoung Beck, stellv. Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft
„Keine Abschiebung von nordkoreanischen Flüchtlingen in China an Kim Jong Un“  

Vorträge, Filmbeiträge und lebhafte Diskussion im „Haus am Dom“ in Frankfurt am Main.

Bei dem Symposium und einer vorangegangenen Pressekonferenz der IGFM berichtet der geflohene Nordkoreaner Young-Il Kim über die systematische Ausbeutung seiner Landsleute. Viele würden sich aktiv um Arbeit im Ausland bewerben, um Geld für ihre Familien zu verdienen. Doch die Nutznießer der billigen Arbeitskräfte würden ausschließlich staatliche nordkoreanische Stellen bezahlen, so die IGFM. Den Arbeitern selbst würde ihr Lohn weitgehend oder sogar vollständig vorenthalten.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Schicksal Nordkoreanischer Flüchtlinge. Dabei ging es um die Fluchtgründe, die lebensgefährliche Flucht und die Situation Tausender Flüchtlinge, die illegal in China leben, von dort aber nicht ausreisen können – obwohl die südkoreanische Regierung jeden Flüchtling aus dem Norden aufnimmt. Nach Kurzreferaten und einigen Filmbeiträgen entwickelte sich eine angeregte Diskussion zwischen den Referenten und den Zuhörern.


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