Keine Zukunft für Christen und Jesiden? – Europa in der Verantwortung

Gemeinsames Pressegespräch von IGFM und Hanns-Seidel-Stiftung


Gegenwärtig sind erschreckend große Teile des Nahen und Mittleren Ostens für Nichtmuslime de facto nicht bewohnbar. Durch die Gewalt islamischer Extremisten sind heute manche Gebiete im Wortsinne „christenfrei“ oder auf dem Weg dorthin. Die Regierungen der betroffenen Länder zeigen kein glaubhaftes Interesse, eine Rückkehr der vertriebenen Minderheiten möglich zu machen. Wenn die Vertreibung und Verdrängung nicht endgültig sein soll, dann brauchen alle Flüchtlinge sowohl Sicherheit als auch eine Zukunftsperspektive. Hunderttausenden stellt sich gegenwärtig die Frage, ob sie nach Europa weiterfliehen wollen oder ob ein Ausharren in ihrer Heimatregion noch Sinn macht.

Um über dieses wichtige und hochaktuelle Thema zu sprechen, trafen sich am Dienstag den 13. Dezember 2016 in Berlin Vertreter und Sprecher von Hanns-Seidel-Stiftung und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zu einem gemeinsamen Pressegespräch.

Die Gesprächspartner:

Prof. Dr. Heribert Hirte MdB, Vorsitzender des Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Köln/Berlin: „Politische Initiative für Rückkehrer“

Martin Lessenthin, Sprecher des IGFM-Vorstands, Frankfurt am Main
„Menschenrechte, heimatnahe Hilfe und Sicherheit als Voraussetzungen für Rückkehr“

Sabri Alkan, Vorsitzender der Assyrischen Demokratischen Organisation (ADO), Wiesbaden
„Bedrohung und Diskriminierung der assyrischen Christen im Jahr 2016“

Medhat Klada, Vorsitzender der Union koptischer  Menschenrechtsorganisationen (EUCOHR), Zürich
„Christen in Ägypten – diskriminiert, marginalisiert, terrorisiert“

Marwa Al-Aliko, jesidische IS-Überlebende und Cengiz Sevim, Vorstand Eziden Weltweit e.V. (EWW)
„Jesiden zwischen Genozid und Hoffnung auf Zukunft"

Dr. Philipp W. Hildmann, Beauftragter für Interkulturellen Dialog, Hanns-Seidel-Stiftung, München
„Der Einsatz Politischer Stiftungen für das Menschenrecht Religionsfreiheit“

 

Einige Eindrücke der Veranstaltung

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