Sacharow-Preis 

„Wir, die russischen Menschen, können denken und sind klug. Es liegt nur an uns, diesen ganzen Wahnsinn zu beenden. Geht demonstrieren. Fürchtet nichts. Sie können uns nicht alle einsperren.“ sagte die Journalistin. Sie muss mit harten Konsequenzen rechnen, weil sie gegen den Krieg protestierte.

IGFM: Sacharow-Preis für Marina Owsjannikowa

Der russischen Journalistin Marina Owsjannikowa drohen harte Konsequenzen 

Frankfurt am Main, 17. März 2022 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) schlägt die russische Journalistin Marina Owsjannikowa für den Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments vor. Marina Owsjannikowa hatte in der Hauptnachrichtensendung des staatlichen russischen Fernsehens den Krieg in der Ukraine mit einem Plakat und lauten Rufen verurteilt. 

IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm sieht darin „eine außerordentlich mutige Tat, für die die Journalistin in Putins Diktatur mit harten Konsequenzen rechnen muss.“ Man müsse davon ausgehen, dass die gegen Marina Owsjannikowa verhängte Geldstrafe nur vorläufiger Natur sei und ihr der Prozess gemacht werde, sobald die Aufmerksamkeit für ihre Aktion nachlasse. Schon die in Russland verbotene Verwendung des Wortes „Krieg“ für den Überfall auf die Ukraine genüge für eine langjährige Haftstrafe.

Das Europäische Parlament zeichnet seit 1988 jährlich mutige Menschenrechtsverteidiger mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit aus. Der Preis ist nach dem russischen Friedensnobelpreisträger Andrei Sacharow benannt.

Marina Owsjannikowa wäre nach Ansicht der IGFM eine würdige Preisträgerin.

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