
Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte setzt sich die IGFM insbesondere für politisch Verfolgte und Gefangene weltweit ein. Seit der Gründung 1972 sind neben der Humanitären Hilfe einige Themen dazugekommen, mit denen sich die Organisation befasst hat. Hinweis: es werden nicht alle Themen fortlaufend behandelt.
Aktuelle Themen
Humanitäre Hilfe gehört neben der Einzelfallbetreuung politischer Gefangener und der Öffentlichkeitsarbeit zu den Kernaufgaben der IGFM. Der Fokus liegt auf dem Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“, mit dem Gedanken, dass die Lösung humanitärer Probleme durch nachhaltige Sicherheit zur Verwirklichung von Menschenrechten beiträgt.
Die IGFM setzt sich seit Gründung gezielt für die Freilassung politischer Gefangener, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen oder ihres Aktivismus verfolgt, unterdrückt und inhaftiert werden. Seit 2022 wird zudem der Fokus auf ukrainische Zivilisten gelegt, die von der Russischen Föderation verschleppt wurden. Mit Öffentlichkeitsarbeit, Appellen und politischen Patenschaften soll auf die Schicksale der willkürlich Inhaftierten aufmerksam gemacht werden.
Artikel 18 verbürgt die Religionsfreiheit sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum. Die Religionsfreiheit umfasst sowohl die Bildung der eigenen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen wie auch ihren Wechsel und ihre private oder öffentliche Kundgabe einschließlich der Weitergabe, der Lehre und des Ritus.
IGFM-Arbeit bisher
Ausstieg aus dem Islam? Nach klassischer islamischer Rechtsauffassung ist das nicht nur unmöglich, sondern ein „Verbrechen“, das mit dem Tod bestraft wird. Es gibt tausende Menschen, die als Kinder islamischer Eltern geboren wurden, die selbst aber Atheisten sind oder sich einer anderen Religion zugewandt haben. Bekennen sie sich zu ihrem Glauben oder zu ihrer Überzeugung, drohen ihnen schwere Sanktionen, Gewalt durch islamische Extremisten und in manchen Ländern sogar die Hinrichtung.
Blasphemie bedeutet die Beschimpfung oder Verhöhnung Gottes. Bspw. rechtfertigen Islamisten Gewalt, Brandstiftungen und Morde wegen angeblicher Herabwürdigung des Korans oder des islamischen Propheten Muhammads mit dem Verweis auf das islamische Recht und die islamische Überlieferung.
Die IGFM hat sich jahrzehntelang für politisch Verfolgte in der DDR eingesetzt, während dort Menschen- und Persönlichkeitsrechten keine Beachtung geschenkt wurde. Auch nach dem Mauerfall ist die Aufarbeitung ein wichtiges Thema.
Ehrenmorde bezeichnen die geplante Tötung eines weiblichen Familienmitglieds durch einen männlichen Angehörigen, um die „Ehrbarkeit“ wiederherzustellen. Leider sind sie auch in Deutschland vorgekommen, eine konkrete Schätzung hierzulande sowie weltweit abzugeben ist schwer, da sie oft als Unfälle oder Suizide getarnt werden.
Überall auf der Welt müssen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen fliehen. Unter anderem Gewalt, Hunger, Wirtschaftskrisen, die Ungleichheit zwischen Arm und Reich, oder Krieg und Terrorismus bewegen sie dazu, aus ihrem Heimatland zu flüchten. In unseren aktuellen Meldungen finden Sie Artikel über Situationen von Geflüchteten, Erfahrungsberichte und Interviews.
Physische oder psychische Folter werden häufig bei Befragungen von politischen Gefangenen eingesetzt, um Geständnisse zu erzwingen. Diese Missachtung der körperlichen Integrität einer Person stellt eine gravierende Menschenrechtsverletzung darf. Auf dieser Seite finden Sie Druck-Motive der IGFM zum Thema Folter und barbarische Haftstrafen.
Die ungleiche Behandlung von Frauen und Männern besteht in vielen Teilen der Welt weiterhin. Frauen werden systematisch ausgenutzt, in ihren Rechten eingeschränkt und Opfer von physischer und psychischer Gewalt. Das Grundprinzip “Frauenrechte sind Menschenrechte“ scheint nicht so selbstverständlich zu sein, wie es vielen zunächst scheint.
Organraub stellt eine Art „Tötung auf Bestellung“ dar, Organe der Opfer werden gewaltsam entnommen und für die Transplantation verkauft. In der Volksrepublik China ist die Herkunft von zehntausenden „Spender“-Organen völlig unklar, vermutlich sind tausende Menschen Opfer von Organraub geworden. Auch in anderen Staaten werden Menschen Opfer von Organhandel, u.a. in Indien.
In der islamischen Theologie wird die Scharia als vollkommene Ordnung betrachtet, die Frieden und Gerechtigkeit schafft. Sie gilt als “Ordnung Gottes“ und gibt Anweisungen für das Verhalten in Familie und Gesellschaft (z. B. zum Ehe- oder Strafrecht) und reglementiert gleichzeitig die Gottesverehrung. Bei der Scharia handelt es sich nicht um ein kodifiziertes Gesetzbuch, sondern um eine umfangreiche Sammlung verschiedener Texte, die zum Teil widersprüchliche Aussagen enthalten.
Bei der Steinigung handelt es sich um eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe im Sinne der Antifolterkonvention der Vereinten Nationen.
Verteidiger der Menschenrechte sind der Motor für positive Veränderungen in vielen Ländern. Für ihre Arbeit werden sie häufig verfolgt, eingeschüchtert, verschleppt und inhaftiert. Sie brauchen Unterstützung für ihre Arbeit!
Die „Beschneidung“ von jungen Mädchen und Frauen wird in Gemeinden weltweit praktiziert. Weibliche Genitalverstümmelungen finden in der Regel unter unhygienischen Bedingungen und ohne Betäubung statt. Sie ist mit starken Schmerzen verbunden, kann schwere gesundheitliche körperliche und psychische Schäden verursachen und führt nicht selten zum Tod. Den Mädchen wird die Autonomie über ihren Körper entzogen.
Heute gibt es weltweit mehr Menschen, die in Sklaverei oder unter Zwangsarbeit leben, als bei der Abschaffung der Sklaverei in den letzten Jahrhundert. Auch wenn es oft nicht so scheint: Zwangsarbeit und Sklaverei existiert in vielen Ländern der Welt auch heute noch, wie bspw. in Ziegelfabriken in Pakistan.















