Menschenrechte in Myanmar

Dieser Junge ist ein Flüchtlingskind aus dem Volk der Rohingya. Das Militär und die Regierung des buddhistisch geprägten Myanmars sind verantwortlich für Verfolgung, Vertreibung und schwerste Verbrechen an den muslimischen Rohingya. Bild: Flickr, Steve Gumaer (CC BY-NC 2.0)

Myanmar – oft auch noch Burma oder Birma genannt – ist ein buddhistisch geprägter Vielvölkerstaat in Südostasien, der viele Jahre Militärdiktatur durchlitten hat. 2010 fanden erstmals seit 1990 Wahlen statt. Trotz des (nach wie vor schwierigen) Demokratisierungsprozesses sind Regierung, Militär und Polizei weiter für schwerste Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. 

Am 29. Dezember 2016 wandten sich 23 Nobelpreisträger, unter ihnen elf Friedensnobelpreisträger, an den UN-Sicherheitsrat. Sie appellierten an die Vereinten in Myanmar einzugreifen mit der Begründung, die Regierung verübe „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und „ethnische Säuberungen“ an der Minderheit der Rohingya. Auch der Erzbischof von Rangun, Kardinal Charles Bo, hat das Vorgehen gegen die muslimischen Rohingya im Teilstaat Rakhine als „Barbarei“ bezeichnet. In einer Erklärung fordert Kardinal Bo weiter: „Der Hass gegen anderen Ethnien und Religionen hat alarmierende Ausmaße angenommen. Was in Rakhine passiert muss sofort und ein für alle Mal aufhören“. 

Eine der aktuell größten humanitären Katastrophen vollzieht sich am nördlichen Rand von Myanmar (Burma). Mehrere hunderttausend Rohingya, eine Volksgruppe mit einem eigenen Dialekt und muslimisch, fliehen aus dem Rakhine-Staat im Westen Myanmars, wo sie ungefähr ein Drittel der Bevölkerung ausmachen.

Die muslimische Minderheit der Rohingya wird im buddhistisch dominierten Myanmar systematisch verfolgt und entrechtet. Militär und Polizei sind verantwortlich für schwerste Verbrechen. Lesen Sie mehr über eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt. 

Die Rohingya sind eine in Myanmar verfolgte und unterdrückte muslimische Ethnie. Die UN bezeichnet sie als die wahrscheinlich „meist verfolgte Minderheit“ – und doch wird ihr Schicksal in der Weltöffentlichkeit weitestgehend ignoriert. Um den „vergessenen“ Opfern buddhistischer Gewalt eine Stimme zu geben, sprach die IGFM mit dem in Deutschland lebenden Medienbeauftragten des European Rohingya Council (ERC), Mohammed Ibrahim. Lesen Sie selbst…

[zum Interview: Systematische Verfolgung der Rohingya in Myanmar …]
[zum Appellvorschlag ...]

Ihre Stimme zählt! Bitte helfen Sie mit, die Verbrechen an der ethnischen und religiösen Minderheiten der Rohingya zu beenden. Der buddhistisch dominierte Myanmar hat in einem 1982 verabschiedeten „Staatsbürgerschaftsgesetz“ etwa 800.000 von ihnen zu Staatenlosen erklärt und Hunderttausende vertrieben. 

[zur Petition für die Rohingya, pdf 759 kB ...]

Die muslimische Ethnie der Rohingya wird vom Staat Myanmar entrechtet und vertrieben. „Sicherheitskräfte“ sind verantwortlich für systematische Zerstörungen, für Gewalt, Morde und Vergewaltigungen. Bitte helfen Sie mit, die Regierung Myanmars unter Druck zu setzen. Die Erfahrung zeigt: Der Einsatz lohnt sich!

[zum Appellvorschlag ...]

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