Oleksandr Kurdin

Oleksandr Kurdin wurde am 22. März 2022 vom russischen Militär festgenommen und in Handschellen an einen unbekannten Ort gebracht. Heute liegen Informationen vor, dass Oleksandr Kurdin möglicherweise in der Strafkolonie Nr. 1, Region Tula, inhaftiert ist.
Willkürliche Festnahme von ukrainischem Zivilisten
Oleksandr Kurdin hat eine Hochschulausbildung. Vor seiner russischen Gefangenschaft arbeitete er als Technologe.
Verschleppung
Zu Beginn der großangelegten Invasion befand sich Oleksandr in Butscha, Region Kyjiw. Ende Februar 2022 wurde die Stadt Butscha von russischen Truppen besetzt. Während Oleksandrs Aufenthalt in Butscha, hielt seine Frau telefonischen Kontakt zu ihm. Seit 22. März 2022 konnte sie Oleksandr jedoch nicht mehr erreichen. Nach der Befreiung der Stadt Butscha erfuhr seine Frau, dass Oleksandr vom russischen Militär verschleppt worden war.
Zeugen berichteten später, wie russische Soldaten Oleksandr in Handschellen abführten. Seine Ehefrau wandte sich sofort an die Behörden – ein Strafverfahren wurde eingeleitet und dem ukrainischen Sicherheitsdienst übergeben. Über den Zentralen Suchdienst des Internationalen Roten Kreuzes bestätigte schließlich auch Russland, Oleksandr gefangen zu halten.
Trotz seiner Aufnahme in das ukrainische Register vermisster Personen verweigert die russische Seite jegliche Auskunft über Oleksandrs Verbleib. Zunächst war er im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 in Nowosybkow inhaftiert, später möglicherweise in der Strafkolonie Nr. 1 in der Region Tula verlegt worden.
Gesundheitszustand
Oleksandr hatte schon vor seiner Gefangenschaft gesundheitliche Probleme. Er klagte über Magenschmerzen und Störungen des Nervensystems. Außerdem hatte er einen Fersensporn. Heute ist sein Gesundheitszustand unbekannt.
Stand: Juni 2025




