Oleksandr Maliovanyj

Als russische Soldaten am 13. März 2022 in das Dorf Nowi Petriwzi eindrangen wurde Oleksandr Maliovanyj misshandelt und festgenommen. Stand April 2025 befindet sich Oleksandr in der Strafkolonie Nr. 7 im Dorf Pakino (Region Wladimir, Russische Föderation).

Russisches Militär verschleppt Sporttrainer

Politische Patin: Bundestagsabgeordnete Ayşe Asar (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Büro Asar

Oleksandr Maliovanyj (ru. Александр Малиованый)
Geburtsdatum: 5. April 1974

Verschleppt seit: 13. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Nowi Petriwzi, Region Kyjiw

Oleksandr war früher Leistungssportler und arbeitete er als Sporttrainer in Nowi Petriwzi.

Verschleppung
Als die Russische Föderation in die Ukraine einmarschierte, befand sich Oleksandr mit seiner Familie auf seiner Datscha in der Nähe von Kyjiw. Da es dort fast keine Kommunikationsverbindungen gab, musste er auf einen Telefonturm klettern, um die ukrainischen Militärs über die aktuelle Lage zu informieren.

Als russische Soldaten am 13. März 2022 in das Dorf Nowi Petriwzi eindrangen, befand sich Oleksandr in der Nähe eines Telefonturms. Die russischen Soldaten versammelten alle Männer des Dorfes und befahlen ihnen, sich auszuziehen. Sie untersuchten sie auf pro-ukrainische Tätowierungen. Sie überprüften auch ihre Handys. Oleksandrs Handy war ausgeschaltet. Er weigert sich, den Russen das Passwort zu nennen. Als Reaktion auf seinen Ungehorsam begannen die russischen Militärs, ihn zu misshandeln – Oleksandr wurde geschlagen und seine Finger wurden gebrochen.

Als die Soldaten merkten, dass sie keine Informationen aus ihm herausbekommen konnten, beschlossen sie, anders vorzugehen. Die russischen Soldaten brachten einen der Männer hinter einen Zaun, schossen in den Boden und sagten dann zu Oleksandr, dass sie ihn erschossen haben. Natürlich schaltete er nach solchen Gräueltaten sein Handy ein, auf dem die russischen Soldaten alle Informationen sahen, an denen sie interessiert waren. Alle Männer außer Oleksandr wurden freigelassen. Oleksandrs Frau und Kindern gelang die Flucht in den Wald.

Seit April 2025 befindet sich Oleksandr in der Strafkolonie Nr. 7 im Dorf Pakino (Region Wladimir, Russische Föderation).

Gesundheitszustand
Über Oleksandrs aktuelle Gesundheit ist leider nichts bekannt.

Stand: Mai 2025

So können Sie Oleksandr helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden. 

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Oleksandr Maliovanyj“

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa,

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Oleksandr Maliovanyj (geb. 05.04.1974) aufmerksam zu machen, der am 13. März 2022 im Dorf Nowi Petriwzi (Region Kyjiw) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Als die Russische Föderation in die Ukraine einmarschierte, befand sich Oleksandr mit seiner Familie auf seiner Datscha in der Nähe von Kyjiw. Am 13. März 2022 wurde er von russischen Militärs festgenommen und verschleppt. Stand April 2025 befindet sich Oleksandr in der Strafkolonie Nr. 7 im Dorf Pakino (Region Wladimir, Russische Föderation).

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Oleksandr Maliovanyj ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll,

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Oleksandr aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

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