Roman Levitsky

Der gelernte Vertriebstechniker wurde am 18. März 2022 vom russischen Militär verschleppt. Derzeit wird Roman in der Strafkolonie Nr. 1 (Stadt Donskoj, Region Tula) festgehalten.

Wegen der Verteilung von humanitärer Hilfe verschleppt

Politischer Pate: Bundestagsabgeordneter Max Lucks (B90/Die Grünen)

Roman Levitsky (ru. Роман Левицкий)
Geburtsdatum: 28. Juli 1981

Verschleppt seit: 18. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Stadt Kyjiw

Roman Levitsky ist verheiratet und arbeitete vor dem Krieg als Vertriebstechniker in einer ukrainischen Fabrik.

Verschleppung
Am 18. März 2022 waren Roman, sein Bruder und zwei weitere Freunde mit ihrem eigenen Auto unterwegs, um humanitäre Hilfe zu leisten und Menschen aus den besetzten Dörfern in den Bezirken Wyschhorod und Butscha (Region Kyjiw) zu evakuieren. Im Dorf Mykolajiwka wurden sie vom russischen Militär angehalten und in eine unbekannte Richtung verschleppt. Später wurde bekannt, dass sich alle Vier in russischer Gefangenschaft befinden.

Am 6. Januar 2023 wurde Romans Ehefrau von einem aus der russischen Gefangenschaft entlassenen ukrainischen Militärangehörigen darüber informiert, dass er mit ihrem Ehemann in derselben Zelle im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 der Stadt Nowosybkow in der Region Brjansk der Russischen Föderation war. Der aus der Haft Entlassene berichtete auch, dass Roman stark abgenommen habe. Seit Mai 2024 befindet sich Roman in der Strafkolonie Nr. 1 (Stadt Donskoj, Region Tula).

Gesundheitszustand
Vor der Gefangenschaft war Romans Gesundheitszustand zufriedenstellend. Sein jetziger Gesundheitszustand ist unbekannt.

Stand: Mai 2025

So können Sie Roman helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Roman Levitsky“

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des ukrainischen Zivilisten Roman Levitsky (geb. 28.07.1981) aufmerksam zu machen, der am 18. März 2022 in Mykolajiwka (Region Kyjiw) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Am 18. März 2022 wurden Roman, sein Bruder und zwei ihre Freunde vom russischen Militär angehalten und in unbekannte Richtung verschleppt. Später wurde bekannt, dass alle Vier in russische Gefangenschaft geraten waren. Nach Angaben war Roman im Januar 2023 im Untersuchungsgefängnis Nr. 2 der Stadt Nowosybkow in der Region Brjansk. Seit Mai 2024 befindet sich Roman in der Strafkolonie Nr. 1 (Stadt Donskoj, Region Tula).

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Roman Levitsky ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll 

Machen Sie in den Sozialen Medien auf Roman aufmerksam und nutzen Sie diese Hashtags:

#RomanLevitsky

#freeallukrainiancivilians

#standwithukraine

Teilen Sie diesen Beitrag, setzen Sie sich für Roman Levitskys Freiheit ein!

Weitere ukrainische Zivilgefangene

Ljudmila Kolesnikowa

Ljudmila Kolesnikowa wurde im Juni 2024 nach der Beerdigung ihrer an Krebs verstorbenen Mutter auf der besetzten Krim festgenommen. Ein russisches Besatzungsgericht verurteilte die ukrainische Zivilistin wegen angeblichen Hochverrats zu 17 Jahren Haft.

Bohdan Ziza

Bohdan Ziza wurde am 16. Mai 2022 wegen seiner proukrainischen Haltung gefangen genommen. Er bespritzte das Rathaus von Jewpatorija mit gelber und blauer Farbe als symbolischen Protest gegen den Krieg, unter Einsatz seiner Freiheit. Bohdan wurde zu 15 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstraflager verurteilt.

Oleksandr Borysov

Oleksandr Borysov wurde am 6. Januar 2021 wegen seiner proukrainischen Haltung gefangen genommen. Er half Ukrainern, unter Einsatz seines Lebens, in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet zu fliehen. Oleksandr wurde zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben