Roman Shulga

Der Ingenieur wurde am 20. März 2022 vom russischen Militär verschleppt. Zwei ehemalige Kriegsgefangene teilten mit, dass sie mit Roman in ein Untersuchungsgefängnis in der Stadt Nowosybkow in der Region Brjansk gebracht worden seien. Derzeit befindet sich Roman angeblich in der Strafkolonie Nr. 7 im Dorf Pakino (Region Vladimir, Russische Föderation).

Ukrainischer Ingenieur von seinem Arbeitsplatz entführt

Roman Shulga (ru. Роман Шульга)
Geburtsdatum: 27. August 1998

Verschleppt seit: 20. März 2022

Letzter Aufenthaltsort: Dorf Tolokun, Region Kyjiw

Roman ist Diplom-Ingenieur. Vor dem Krieg spezialisierte er sich auf Hoch- und Tiefbau. Roman arbeitete im Erholungszentrum EcoSpace im Dorf Tolokun in der Region Kyjiw.

Inhaftierung
Am 20. März 2022 fuhren zwei russische Schützenpanzer auf das Gelände des Erholungszentrums im Dorf Tolokun, wo Roman arbeitete. Das russische Militär brachte alle Mitarbeiter des Zentrums an einen unbekannten Ort. Bis April 2022 gab es keine Informationen über den Verbleib von Roman. Später teilten ehemalige Gefangene, die aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt waren, Romans Angehörigen mit, dass er über Belarus nach Russland gebracht worden sei und sich zu diesem Zeitpunkt in einem Untersuchungsgefängnis in der Stadt Nowosybkow in der Region Brjansk befinde.

Nach aktuellem Stand befindet sich Roman in der Strafkolonie Nr. 7 im Dorf Pakino, Region Vladimir (Russische Föderation).

Gesundheitszustand
Vor seiner russischen Gefangenschaft litt Roman an Bluthochdruck zweiten Grades. Sein derzeitiger Gesundheitszustand ist unbekannt.

Stand: Mai 2025

So können Sie Roman helfen:

Briefe und Postkarten sind kleine, aber wirkungsvolle Gesten, die die Isolation der Gefangenschaft durchbrechen und die Menschen daran erinnern, dass sie nicht vergessen sind. Schreiben Sie aufmunternde Worte an die verschleppten Zivilisten.

Wichtig: Der Inhalt darf nicht politisch sein oder sich auf den Krieg/die Verschleppung beziehen, sonst wird der Brief eingezogen.


Textvorschlag – der Text muss auf Russisch verfasst sein, damit er die Zensur passieren kann.

Дорогой …, (männliche Person)
Дорогая …, (weibliche Person)

Посылаю тебе лучи света и добра! Я горжусь твоей силой и стойкостью. Помни, что самая темная ночь – перед рассветом. Желаю тебе крепкого здоровья и душевных сил. Мы помним о тебе и с нетерпением ждем твоего возвращения.

Обнимаю тебя!

[Name], [Land aus dem man schreibt]

Deutsche Übersetzung
Lieber …,
Liebe …,
ich sende dir Strahlen des Lichts und der Güte. Ich bin stolz auf deine Stärke und Tapferkeit. Denke daran, dass die dunkelste Nacht immer vor der Morgendämmerung liegt. Ich wünsche dir gute Gesundheit und geistige Stärke. Wir denken an dich und freuen uns auf deine Rückkehr.
Ich umarme dich!


Für die Adresse wenden Sie sich bitte an patenschaften@igfm.de, da der genaue Aufenthaltsort der verschleppten Person nicht immer bekannt ist oder sich schnell ändern kann. 

Bitte schreiben Sie an die Botschaft der Russischen Föderation und die russische Ombudsfrau (sog. „Menschenrechtbeauftragte"). Fordern Sie die sofortige und bedingungslose Freilassung des Gefangenen. 

Russische Botschaft in Deutschland
Botschafter: S. E. Herr Sergej J. Netschajew
Botschaft der Russischen Föderation
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin
E-Mail:  info@russische-botschaft.de 

Ombudsfrau der Russischen Föderation
Tatjana H. Moskalkowa
Smolenskij, d. 19, str. 2
119121 Moskau
Russland

Anmerkung: Briefe an die russische Ombudsfrau sollten auf Russisch verfasst werden.  

Betreff: „Bitte um die unverzügliche Freilassung des ukrainischen Zivilisten Roman Shulga!“

Sehr geehrter Herr Botschafter Netschajew/ Sehr geehrte Ombudsfrau Moskalkowa, 

ich schreibe Ihnen, um Sie auf die willkürliche Gefangenschaft des Ingenieurs Roman Shulga (geb. 27.08.1998) aufmerksam zu machen, der am 20. März 2022 im Dorf Tolokun (Region Kyjiw) unschuldig verschleppt und verhaftet wurde.

Am 20. März 2022 fuhren zwei russische Schützenpanzer auf das Gelände des Erholungszentrums im Dorf Tolokun, wo Roman arbeitete. Das russische Militär brachte alle Mitarbeiter des Zentrums in eine unbekannte Richtung. Nach Angaben befand er sich in einem Untersuchungsgefängnis in der Stadt Nowosybkow in der Region Brjansk. Nach aktuellem Stand befindet sich Roman in der Strafkolonie Nr. 7 im Dorf Pakino, Region Vladimir (Russische Föderation).

Besonders beunruhigend empfinde ich die Berichte über Folter und Misshandlungen von Gefangenen in russischen Straflagern und Untersuchungsgefängnissen. Roman Shulga ist ein unschuldiger Zivilist, der ohne legitime rechtliche Grundlage gefangen gehalten wird. Die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen müssen in vollem Umfang respektiert und geschützt werden. 

 Ich appelliere an Sie, sich für eine rechtmäßige und humane Behandlung aller zivilen Gefangenen in Russland, insbesondere der verschleppten Ukrainer, einzusetzen. Bitte ermöglichen Sie ihm den Kontakt zu seiner Familie und stellen einen Rechtsbeistand für ihn bereit.  

Hochachtungsvoll 

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Weitere ukrainische Zivilgefangene

Oleh Platschkow

Oleh Platschkow wurde am 25. September 2023 zusammen mit seiner, in der Gefangenschaft verstorbenen, Frau in Melitopol von russischen Kräften verschleppt. Seitdem wird der Zivilist ohne offiziellen Rechtsstatus oder Kontakt zur Außenwelt festgehalten, wobei sein aktueller Aufenthaltsort im Untersuchungsgefängnis Nr. 8 auf der Krim vermutet wird.

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Ljudmila Kolesnikowa wurde im Juni 2024 nach der Beerdigung ihrer an Krebs verstorbenen Mutter auf der besetzten Krim festgenommen. Ein russisches Besatzungsgericht verurteilte die ukrainische Zivilistin wegen angeblichen Hochverrats zu 17 Jahren Haft.

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Bohdan Ziza wurde am 16. Mai 2022 wegen seiner proukrainischen Haltung gefangen genommen. Er bespritzte das Rathaus von Jewpatorija mit gelber und blauer Farbe als symbolischen Protest gegen den Krieg, unter Einsatz seiner Freiheit. Bohdan wurde zu 15 Jahren Haft in einer Hochsicherheitsstraflager verurteilt.

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