Ermordet im Iran: Ariana Arjmandi

Ariana Arjmandi war nur 23 Jahre alt als er bei Protesten von einem Angehörigen der bewaffneten Einheiten kaltblütig ermordet wurde. Er ist einer von zehntausenden Iranern und Iranerinnen die im Kampf für Freiheit und Demokratie ihr Leben lassen mussten. Wir wollen ihnen, ihren Familien und den mutigen iranischen Menschen helfen, sie nicht nur zu einer Zahl in einer traurigen Statistik werden zu lassen. Lang lebe der freie Iran!

 ✝ 15.01.2026

Bei den Protesten in der iranischen Stadt Borujerd wurde Ariana Arjmandi gegen 18 Uhr von einem Angehörigen der bewaffneten Einheiten des Regimes in Zivil erschossen. Er war gerade 23 alt. Ariana befand sich in einer Menschenmenge, als er bemerkte, dass er verfolgt wurde. Er versuchte zu fliehen, wurde jedoch in einer Seitenstraße eingeholt und aus nächster Nähe ins Herz geschossen. Er starb sofort.

Nach seinem Tod verweigerten die Behörden zunächst die Herausgabe des Leichnams. Sie stellten Bedingungen: Die Familie sollte ihn offiziell als Basiji und als „Märtyrer“ deklarieren. Die Basiji ist eine iranische Freiwilligenmiliz unter dem Kommando der Revolutionsgarden, und die dem Mullah-Regime treu ist. Arianas Familie lehnte dies ab, weil ihr Sohn an den Protesten für Freiheit teilgenommen hatte. Eine weitere Forderung war, ihn in einer anderen Stadt zu begraben, was ebenfalls verweigert wurde.

Schließlich zwangen die Behörden die Familie, den Toten mitten in der Nacht, unter strenger Sicherheitsüberwachung und ohne Öffentlichkeit zu beerdigen. Die Beerdigung dauerte nur etwa eine Stunde, niemand durfte informiert werden.

Die Familie bittet darum, dass sein Name nicht verschwindet und dass sein Tod nicht vergessen wird. Trotz ihres Schmerzes hoffen sie, dass sein Tod zur Freiheit der Menschen im Iran beitragen wird.

Seit Ende Dezember 2025 gehen die Menschen im Iran auf die Straße. Was als Protestbewegung gegen die katastrophale wirtschaftliche Lage begann, hat sich seitdem zu einer Revolution gegen das autoritäre und islamistische Mullah-Regime entwickelt. Dieses geht mit aller Härte gegen Demonstriende vor: Es wird scharf auf Zivilisten geschossen. Es wird inzwischen von über 20.000 Toten gesprochen. Am 9. Januar wurde im gesamten Land das Internet von der Regierung abgeschaltet, um die Menschen zum Schweigen zu bringen und Neuigkeiten nicht an den Rest der Welt gelangen zu lassen. Trotz dieser nie dagewesene Brutalität: Die Menschen im Iran kämpfen Tag für Tag für Freiheit. Die IGFM will ein Zeichen setzen und die Namen derer ehren, die mit ihrem Leben für die Freiheit des Iran bezahlt haben.

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