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Reza Pahlavi und Freiheit

Gazelle Sharmahd, Tochter des hingerichteten politischen Gefangenen Jamshid Sharmahd wendet sich angesichsts des Berlin-Besuchs von Prinz Reza Pahlavi mit einem Statement an deutsche Medien und Politik.

Kommentar:

„Reza Pahlavi kann Freiheit nicht ‘bringen’ – Freiheit kann nur vom iranischen Volk selbst erkämpft werden. Doch dafür müssen zwei Punkte verstanden werden.

23. April 2026

Erstens: Reza Pahlavi steht heute nicht mehr lediglich als Kronprinz Iran’s noch als Einzelperson. Seit dem 28. Juli 2025 repräsentiert er die größte und vielfältigste Koalition iranischer Oppositionskräfte, die in München zusammengekommen sind. Diese Koalition kann sehr wohl die Grundlage für eine Übergangsführung bilden und wer den Prozess verfolgt sieht dass aus dieser nun eine Übergangsregierung bildet (siehe Committee for transitional Justice mit Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi— langjährige Pahlavi-Kritikerin)

Zweitens: Der Weg zur Freiheit wird maßgeblich davon beeinflusst, wie die internationale Gemeinschaft handelt. Solange Staaten wie Deutschland das illegitime Besatzungsregime der Ayatollahs weiterhin als normalen diplomatischen oder wirtschaftlichen Partner behandeln, wird der Freiheitskampf des iranischen Volkes erheblich erschwert. Dieses Mullah-Regime begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit und sollte als das behandelt werden, was es ist: ein kriminelles islamistisches Netzwerk. Die IRGC haben wir endlich nach 47 Jahren auf die Terror-Liste gesetzt, aber wir tun so als sei der Rest des Ayatollah-Apparatus von der Revolutionsgarden getrennt.

Kronprinz Reza Pahlavi bietet als Übergangsführung europäischen Demokratien die Möglichkeit, in dieser Übergangsphase mit einem klaren Ansprechpartner zusammenzuarbeiten – auf der Grundlage einer gemeinsamen Vision: ein freier, säkularer und demokratischer Iran.

Dabei geht es nicht um eine einzelne Person – auch nicht um den Kronprinzen – sondern um einen klar definierten Rahmen der Koalition: territoriale Integrität, die Trennung von Religion und Staat, Gleichberechtigung und freie Wahlen.

Die Spaltung in Deutschland zeigt vor allem eines: Ein Teil von Politik und Gesellschaft weigert sich immer noch, den demokratischen Anspruch und das Selbstbestimmungsrecht des iranischen Volkes konsequent anzuerkennen. Dabei ist die Realität klar: Es geht in dieser Übergangsphase weder um die Entscheidung zwischen konstitutioneller Monarchie oder Republik, noch um die endgültige Staatsform oder Regierung. Es geht ausschließlich darum, einen geordneten Prozess zu ermöglichen, in dem das Terror Regime die Souveränität des Staates an das iranische Volk übergibt und die Menschen selbst – in freien Wahlen – über ihre Zukunft, ihre Staatsform und ihre Regierung entscheiden können.

Die Frage ist daher einfach: Will man diesen demokratischen Prozess unterstützen – oder hält man am Status quo eines gewalttätigen jihadistischen Systems fest?“

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