Besuch in Lettland

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat erneut anlässlich einer gemeinsamen Tagung das Lettische Okkupationsmuseum in Riga besucht.

Anlässlich einer gemeinsamen Tagung am 11. Juli besuchte eine Delegation der IGFM das lettische Okkupationsmuseum in Riga. Die Drohungen Putins auch gegenüber dem Baltikum lassen die Darstellungen im Lettischen Okkupationsmuseum wie eine Prognose dessen erscheinen, was sich wiederholen könnte. Die IGFM wird daher die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen im Baltikum verstärken. Bild: Lettisches Okkupationsmuseum in Riga

IGFM sieht die baltischen Staaten in Gefahr

Lamm: Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen im Baltikum verstärken

Frankfurt am Main, 12. Juli 2022 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat erneut anlässlich einer gemeinsamen Tagung das Lettische Okkupationsmuseum in Riga besucht. Das Museum dokumentiert ebenso eindrucksvoll wie erschütternd die Geschichte der Besatzung in Lettland seit 1940. Sie beginnt mit den Folgen des Hitler-Stalin-Paktes vom 23. August 1939 und der damit verbundenen ersten sowjetischen Okkupation 1940/41. Danach folgte die nationalsozialistische Besatzung von 1941 bis 1944.

Einen Schwerpunkt bildet die Darstellung der zweiten sowjetischen Besatzung ab 1944, die erst mit der Unabhängigkeit 1990/91 endete. Insbesondere in den 1940er und 1950er Jahren war die sowjetische Unterdrückung mit zahlreichen Deportationen von Letten nach Sibirien verbunden.

IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm betont: „In einem Museum wird normalerweise die Vergangenheit dokumentiert. In diesem Fall könnte es umgekehrt sein. Die Drohungen Putins auch gegenüber dem Baltikum lassen die Darstellungen im Lettischen Okkupationsmuseum wie eine Prognose dessen erscheinen, was sich wiederholen könnte.“

Putin sei ein Revisionist, der Grenzziehungen rückgängig machen wolle. Dabei bezögen sich seine Drohungen ausdrücklich auf ehemalige Sowjetrepubliken, also auch auf Estland, Lettland und Litauen, so die in Frankfurt am Main ansässige Organisation. Weiter unterstreicht der IGFM-Vorsitzende: „Vor diesem Hintergrund wird die IGFM die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen im Baltikum in Zukunft noch verstärken. Wir sehen darin ein Zeichen notwendiger Solidarität.“

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