Müller-Gemmeke übernimmt Patenschaft

Die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke übernimmt eine Patenschaft für die Minderjährige Ayda Lotfi aus dem Iran

Entführt und seither verschwunden

Reutlingen / Frankfurt am Main, 15. Dezember 2022 – Die Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke (B90/Die Grünen) hat eine politische Patenschaft für Ayda Lotfi übernommen. Die 17-jährige iranische Kurdin wurde am 16. November 2022 von Soldaten entführt und ist seitdem verschwunden. Beate Müller-Gemmeke engagiert sich im Rahmen des Patenschaftsprojekts der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung von Ayda Lotfi und ihre Rückkehr zu ihrer Familie.

Ayda Lotfi wurde gemeinsam mit drei weiteren Minderjährigen von iranischen Militärs in Dehgolan, Provinz Kordestan, Nordwest-Iran entführt. Ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Die iranischen Behörden weigern sich der Familie Auskunft zu geben. Ayda Lotfi droht, wie allen anderen unschuldig inhaftierten Minderjährigen Vergewaltigung, Folter und der Tod.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, dankt für die Patenschaft und hebt hervor: „Wir freuen uns, dass sich mit Beate Müller-Gemmeke eine engagierte Politikerin für die Freiheit von Ayda Lotfi einsetzt. Die Patenschaft für die von iranischen Militärs verschleppte Jugendliche ist gerade in dieser Zeit das richtige Signal.“

Beate Müller-Gemmeke betont: „Ich möchte für Ayda eine laute Stimme sein und mich für ihre Freilassung einsetzen.“

Angehörige ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, kritisiert die IGFM. Insbesondere in den kurdischen Regionen gehen iranische Revolutionsgardisten willkürlich mit äußerster Gewalt und unter Einsatz schwerer Waffen gegen die Zivilbevölkerung im Nordwesten des Irans vor.

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