Blasphemie und "Beleidigung des Islam"

Reste einer von Islamisten verbrannten Bibel in der pakistanischen Stadt Gojra. Die Täter rechtfertigten Gewalt, Brandstiftungen und Morde mit der angeblichen Entweihung des Korans durch Christen.

Im Islam ist jede Form von Götzenanbetung oder Polytheismus verpönt und wird im schlimmsten Fall mit dem Tod bestraft. Einerseits könnte - unter Bezug beispielsweise auf Sure 18:110, in der Mohammed betont, dass er ein Mensch wie jeder andere sei - die Kritik an ihm fernab des Blasphemie-Vorwurfs rangieren.

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Nach wie vor kann man „den Islam“ nicht über einen Kamm scheren oder ihm pauschal Humorlosigkeit, Karikaturfeindlichkeit, Engstirnigkeit, Barbarei und Ignoranz unterstellen. 

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Aus Anlass der Morde in der Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015 sprach die IGFM mit der Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher.

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Raif Badawi ist ein saudischer liberaler Internet-Aktivist, der wegen „Beleidigung des Islam“ zu 1.000 Peitschenhieben, zehn Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 194.000 Euro verurteilt wurde. Ab dem 9. Januar soll Badawi jede Woche nach dem Freitagsgebet 50 Peitschenhiebe erhalten, bis die Strafe vollstreckt ist.

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Bei abwertenden Äußerungen über den Islam oder den Propheten Mohammed drohen durch die Artikel 295-B und 295-C des pakistanischen Strafgesetzbuches lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Der Vorwurf der Blasphemie dient vor allem in privaten Konflikten als Waffe und wird von Islamisten genutzt, um Andersdenkende und Minderheiten einzuschüchtern und zu tyrannisieren. Es hat sich gezeigt, dass Gesetze dieser Art weder die Religionsfreiheit noch das Bekenntnis von Einzelnen oder Religionsgemeinschaften schützen können. Im Gegenteil werden Blasphemie-Gesetze oft sehr einseitig und völlig unangemessen eingesetz.

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Aktuelle Appelle

Asia Noreen - auch bekannt als Asia Bibi - ist die erste Frau, die in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde. Die Tagelöhnerin und Mutter von fünf Töchtern aus Itanwali nahe Lahore war von muslimischen Arbeitskolleginnen der Beleidigung des Propheten Mohammed beschuldigt worden. Bibi wurde am 8. November 2010 zum Tode verurteilt.

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Bei abwertenden Äußerungen über den Islam oder den Propheten Mohammed droht das pakistanische Strafrecht mit lebenslanger Haft oder der Todesstrafe. Der Vorwurf der Blasphemie dient vor allem in privaten Konflikten als Waffe und wird von Islamisten genutzt, um Andersdenkende und Minderheiten einzuschüchtern und zu tyrannisieren. Lesen Sie mehr …

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Das christliche Ehepaar Shagufta Kasuar und Shafaqat Emmanuel wurde im April 2014 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode durch den Strang verurteilt. Der des Schreibens kaum mächtige Ehemann soll mehrere blasphemische Textnachrichten per Handy an den Imam Mohammed Hussain verschickt haben.

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Weitere Infos

Die IGFM setzt sich für Opfer extremistischer Gewalt und ihre Hinterbliebenen ein. Sie bemüht sich um die Freilassung von Menschen, die wegen angeblicher Blasphemie gefangen gehalten oder mit dem Tod bedroht werden. Sie unterstützt Opfer auf der Flucht, Anwälte und Freigelassene. Die IGFM arbeitet außerdem für die Änderung menschenrechtsfeindlicher Gesetze.

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Die Kinder, Angehörige und Nachbarn der Ermordeten bei einem stillen Protest in Lahore.

Ein Mob von etwa 2.000 bis 2.500 extremistischen Muslimen umstellte am 4. November 2014 ein kleines, christliches Dorf, nur etwa 25 km südwestlich der pakistanischen Millionenstadt Lahore. Die Islamisten rissen dem 27 Jahre alten christlichen Ziegeleiarbeiter Shahzad Masih und seiner im vierten Monat schwangeren 24-jährigen Frau Shama die Kleider vom Leib, fesselten sie, schlugen sie halb tot und warfen die beiden schließlich lebendig in den Brennofen der örtlichen Ziegelei. Das Paar hinterlässt drei Kinder im Alter von eineinhalb, vier und sechs Jahren. [lesen Sie mehr …]


Bitte helfen Sie!

Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Konto-Nr. 1403601, BLZ: 550 205 00,
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