Politische Patenschaft

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder setzt sich im Rahmen des Patenschaftsprogramms der IGFM für Arzhang Davoodi ein. Der Demokratieaktivist wurde 2003 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, die er seitdem in zahlreichen iranischen Gefängnissen abgesessen hat. Durch Folter im Gefängnis verlor er einen Teil seines Hör- und Sehvermögens. Seit 2016 wird er in Isolationshaft ohne Tageslicht oder Kontakt zu Mithäftlingen festgehalten.
Dr. Daniela De Ridder wird Patin für Arzhang Davoodi
SPD-Bundestagsabgeordnete setzt sich für iranischen Demokratieaktivisten ein
Frankfurt am Main / Berlin, 14. Juli 2021 – Die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder hat eine politische Patenschaft für den iranischen Demokratieaktivisten Arzhang Davoodi übernommen, der seit 2003 inhaftiert ist. De Ridder engagiert sich im Rahmen des Patenschaftsprojekts der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung des Aktivisten und Schriftstellers.
Arzhang Davoodi wurde 2003 vom Islamischen Revolutionsgericht zu 15 Jahren Haft verurteilt und hat seine Haftstrafe seitdem in zahlreichen iranischen Gefängnissen abgesessen. Er wird unter anderem beschuldigt, eine Oppositionsgruppe gegründet und ein „Anti-Regime-Manifest“ verfasst zu haben. Zudem wird ihm „Beleidigung des obersten Religionsführers“, „Blasphemie“ und die Mitarbeit an einem Dokumentarfilm über Menschenrechtsverletzungen im Iran vorgeworfen.
Im Juni 2014 wurde Davoodi wegen der angeblichen „Unterstützung der Volksmudschaheddin“ zum Tode verurteilt, das Urteil schließlich aber in eine weitere fünfjährige Haftstrafe umgewandelt. Durch erlittene Folter während seiner Inhaftierung hat Davoodi einen Teil seines Hör- und Sehvermögens verloren. Seit 2016 wird er in Isolationshaft ohne Tageslicht oder Kontakt zu Mithäftlingen festgehalten.
Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass Dr. Daniela De Ridder für einen unschuldigen politischen Gefangenen eintritt. Die manipulierte Wahl Ebrahim Raisis zum neuen Präsidenten der Islamischen Republik verdeutlicht, dass die iranische Führung wenig Interesse hat, Menschenrechte zu respektieren. Durch ihren Einsatz für politische Gefangene zeigt Dr. De Ridder, dass die willkürlichen Verhaftungen durch das Regime auch international wahrgenommen werden und nicht ungeachtet bleiben.“
Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehöriger ethnischer und religiöser Minderheiten sowie politisch Andersdenkende sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen, kritisiert die IGFM. Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft werden von der Regierung als politisches Druckmittel gegen andere Staaten eingesetzt.