Politische Patenschaft

Zeynab Jalalian & Dennis Radtke

Der Europaabgeordnete Dennis Radtke, CDU, übernimmt eine politische Patenschaft für die zu lebenslanger Haft verurteilte Iranerin Zeynab Jalalian. Die kurdisch-iranische Frauenrechtlerin wurde in der Haft massiv gefoltert, weshalb sie an irreversiblen Folgeschäden leidet. Die 2009 gegen sie verhängte Todesstrafe wurde 2017  in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Radtke setzt sich im Rahmen des Patenschaftsprogramms für politische Gefangene der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte für Jalalians Freilassung ein.

Dennis Radtke übernimmt politische Patenschaft für Zeynab Jalalian

EU-Parlamentarier setzt sich für die kurdisch-iranische Frauenrechtlerin ein

 

Frankfurt am Main, 27. Juli 2020 – Der Europaabgeordnete Dennis Radtke (CDU) hat eine politische Patenschaft für die Iranerin Zeynab Jalalian übernommen. Damit setzt er sich aktiv für die Freilassung der Frauenrechtlerin ein, die sich im kurdisch geprägten Nordirak für Bildungs- und soziale Projekte für kurdische Frauen eingesetzt hatte. Im Rahmen des Patenschaftsprojekts der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) engagieren sich prominente PolitikerInnen für politische Gefangene.

Jalalian wurde 2009 vom Islamischen Revolutionsgericht wegen angeblicher „Feindschaft gegen Gott“ zum Tode verurteilt. Schon im März 2008 wurde sie von den iranischen Behörden verhaftet, gefoltert und acht Monate in Einzelhaft gefangen gehalten. Im unfairen Scheinprozess gegen die Kurdin warf ihr das Gericht die Mitgliedschaft in der kurdisch-iranischen Partei PJAK vor – einer Schwesterpartei der „Kurdischen Arbeiterpartei“ PKK im Iran. Jalalian hat diese Vorwürfe immer bestritten. Oft verwendet die iranische Justiz konstruierte Vorwürfe, um die eigentlichen Ver­folgungsgründe zu verschleiern. Im Dezember 2011 wurde die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass sich mit Dennis Radtke ein einflussreicher Politiker für die Freiheit von einer unschuldig gefangenen Frauenrechtlerin einsetzt. Sein Engagement ist deshalb so wichtig, da Deutschland für den Iran politisch und wirtschaftlich ein außerordentlich bedeutendes Land ist.“

Die Islamische Republik Iran missachtet systematisch die Rechte ihrer Bürger. Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten sowie politisch Andersdenkende sind vielfacher Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen politischer Gefangener.

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