Reza Khandan ins Gefängnis bestellt

Der Menschenrechtler Reza Khandan, Ehemann von Nasrin Sotoudeh, wird ins Gefängnis bestellt, um eine sechsjährige Haftstrafe anzutreten. Sotoudeh hatte Tage zuvor CNN und BBC ein Interview gegeben und darin die revolutionäre Bewegung im Iran unterstützt.
Iran: Weiterhin Repression und Willkür gegen Menschenrechtler
Ehemann von Nasrin Sotoudeh muss für sechs Jahre ins Gefängnis
Frankfurt am Main / Teheran, 14. Februar 2023 – Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) reagiert erschüttert auf die Willkür des Mullah-Regimes gegenüber Menschenrechtsverteidiger Reza Khandan. Der Ehemann von Nasrin Sotoudeh wird ins Gefängnis bestellt, um eine sechsjährige Haftstrafe anzutreten. Sotoudeh hatte Tage zuvor CNN und BBC ein Interview gegeben und darin die revolutionäre Bewegung im Iran unterstützt. Die Einbestellung und die zugrunde liegende Anklage aus dem Jahr 2018 sind ein deutliches Zeichen für die aussichtslose Lage der Mullahs, die mit Gewalt und Repression ihre Macht erhalten wollen.
„Das Mullah-Regime sieht sich durch die revolutionäre Bewegung im eigenen Land und die internationale Aufmerksamkeit stark unter Druck gesetzt und bestraft die Familie der weltweit bekannten Menschenrechtsverteidigerin. Damit sollen diejenigen abgeschreckt werden, die landesweit für Frauenrechte und einen Regime-Wechsel auf die Straßen gehen“, erklärt die IGFM und appelliert an die iranische Regierung, Reza Khandan nicht der Freiheit zu berauben und alle Anklagen fallen zu lassen.
Die Trägerin des alternativen Nobelpreises Nasrin Sotoudeh, machte in den Interviews deutlich, dass sie weiter für Frauenrechte und gegen den Kopftuchzwang kämpfen wolle und dass die Menschen in Iran einen Regime-Wechsel wollen. Sotoudeh ist Mitglied des Kuratoriums der IGFM.
Hunderttausende weltweit unterstützen die Freiheitsbewegung
Gewalt, Willkür und Desinformation sind die Mittel, mit denen die Führung der Islamischen Republik Iran sich an die Macht klammert. Über 20.000 Menschen wurden im Zuge der revolutionären Bewegung nach der Ermordung von Jina Mahsa Amini verhaftet, Hunderte wurden getötet und etlichen drohen weiterhin Todesstrafen.
Noch nie waren die Stimmen für Freiheit in Iran so laut wie heute, was die Demonstrationen von Hunderttausenden Menschen in Berlin, Straßburg, Los Angeles oder Paris deutlich zeigen.