Politische Patenschaft

Der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Heribert Hirte setzt sich für die kürzlich in Teheran inhaftierte Deutsch-Iranerin Nahid Taghavi ein. Die Architektin aus Köln wurde am 16. Oktober 2020 in ihrer Wohnung in Teheran festgenommen und sitzt seitdem in Einzelhaft im berüchtigten Evin Gefängnis.

Auf das Schicksal der inhaftierten Deutsch-Iranerin aufmerksam machen

Prof. Dr. Heribert Hirte übernimmt politische Patenschaft für Nahid Taghavi

Frankfurt am Main / Teheran, 30. Oktober 2020 – Ein Appell für die Menschenrechte: Der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Heribert Hirte übernimmt die politische Patenschaft für die kürzlich in Teheran inhaftierte Deutsch-Iranerin Nahid Taghavi und setzt sich von nun an zusammen mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für deren umgehende Freilassung ein.

„Durch die Inhaftierung von Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit verfolgt die Islamische Republik politische Ziele. Daher ist es besonders wichtig, aus der deutschen Politik ein Zeichen zu setzen und so freut sich die IGFM sehr, dass Prof. Dr. Heribert Hirte die politische Patenschaft für Nahid Taghavi übernommen hat“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Die Architektin Nahid Taghavi wurde am 16. Oktober 2020 in ihrer Wohnung in Teheran festgenommen und sitzt seitdem in Einzelhaft im berüchtigten Evin Gefängnis. Die 66-Jährige ist im Iran geboren, lebt aber seit 1983 in Köln und besitzt seit 2003 die deutsche Staatsangehörigkeit. Nahid Taghavi wurde unter dem Vorwand der „Gefährdung der Sicherheit“ verhaftet. Sie setzt sich seit Jahren für Menschenrechte im Iran ein – insbesondere für Frauenrechte und Meinungsfreiheit. Im Rahmen des Patenschaftsprogramms der IGFM macht der Christdemokrat Hirte von nun auf die Situation von Nahid Taghavi aufmerksam.

„Obwohl der Fokus der Öffentlichkeit aktuell auf der Corona-Pandemie liegt, dürfen Menschenrechtsverletzungen weltweit nicht hingenommen werden. Als politischer Pate möchte ich mich daher im Sinne der christlichen Nächstenliebe für Menschen wie Nahid Taghavi einsetzen, die sich friedlich für Menschenrechte engagieren und aufgrunddessen unschuldig inhaftiert sind“, erklärt Prof. Dr. Heribert Hirte.

Zum Hintergrund:

Nahid Taghavi pendelt seit 15 Jahren zwischen Deutschland und dem Iran. Am 14. Oktober 2020 flog die Architektin von einem Besuch bei ihren Brüdern in Shiras zurück nach Teheran. Ihre Tochter hatte zuletzt am 15. Oktober Kontakt mit ihr. Die 66-Jährige wurde am 16. Oktober gegen 19 Uhr iranischer Zeit aus ihrer Wohnung in ein Gefängnis gebracht. Dies erfuhr die Familie erst, als die Brüder von Taghavi in ihrer Teheraner Wohnung am 18. Oktober 2020 eintrafen. Ihre privaten Gegenstände – unter anderem ihr deutscher Personalausweis und Reisepass, Laptop, Smartphone und Bargeld – wurden beschlagnahmt. Im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran erhält sie aktuell nicht die notwendige medizinische Versorgung, die sie benötigt. Auch der Kontakt zu ihrer Familie wird unterbunden.

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