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 Brand übernimmt Patenschaft

Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) übernimmt die politische Patenschaft für den russischen Jugendlichen Arsenij Turbin. Er hatte Putin-kritische Flugblätter verteilt und wurde daraufhin zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Foto Brand: Tobias Koch / Foto Turbin: privat.

16-jähriger Schüler wegen Kritik an Putin zu 5 Jahren Haft verurteilt

Bundestagsabgeordneter Michael Brand übernimmt politische Patenschaft

Frankfurt am Main/ Fulda, 5. November 2024 – Einsatz für 16-jährigen russischen Kriegsgegner: Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) hat die politische Patenschaft für den inhaftierten Jugendlichen Arsenij Turbin übernommen und fordert dessen sofortige Freilassung, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Der Jugendliche wurde für das Verteilen von Putin-kritischen Flugblättern zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt.

Der 16-jährige Schüler Arsenij Turbin wurde am 5. September 2023 unter dem Vorwurf der angeblichen „Teilnahme an einer extremistischen Vereinigung“ festgenommen. Ein Gericht stellte Arsenij zunächst unter Hausarrest, am 20. Juni 2024 wurde er zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Aktuell ist er in der Untersuchungshaftanstalt Nr. 5 in Moskau inhaftiert, berichtet die IGFM.


Turbin hatte im Juni und Juli 2023 Flugblätter mit dem Text „Brauchen Sie so einen Präsidenten?“ in Briefkästen in seiner Nachbarschaft verteilt. Darin kritisiert der 16-Jährige, dass es in der Russischen Föderation keine Meinungsfreiheit und keine unabhängigen Medien mehr gibt. Diese Handlung wurde von den russischen Behörden und dem Geheimdienst FSB als „Verteilung extremistischer Propagandamaterialien eingestuft, die auf Anweisung der ukrainischen „Legion Freies Russland“ erfolgt wäre. Dagegen hat Arsenij Turbin klar erklärt, dass er die Putin-kritischen Flugblätter aus eigener Überzeugung, und ohne jede Anweisung Dritter verteilt hat und zudem nie Mitglied einer Organisation war. Wie die IGFM inzwischen erfuhr, erlitt der 16-jährige Schüler in der Haft schwere psychische Schäden und wurde zudem von anderen Häftlingen physisch misshandelt.

Einsatz für Gefangenen
Die IGFM hat sich inzwischen mit Erfolg bei den russischen Behörden dafür eingesetzt, dass Arsenij psychologische Betreuung erhält und besser vor Misshandlungen geschützt wird. Arsenij erhielt eine Psychotherapie und wurde zudem in eine andere Zelle verlegt. Die Mutter des Teenagers wird durch die IGFM seitdem psychologisch betreut.


Das für den 30. Oktober 2024 angesetzte Berufungsverfahren wurde vertagt, nachdem Arsenij Turbin ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Brand (CDU), Sprecher für Menschenrechte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, setzt sich die IGFM für Arsenij Turbin und seine Freilassung ein. Michael Brand hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach für die Freilassung politischer Gefangener eingesetzt.

Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) hat die politische Patenschaft für Arsenij Turbin übernommen.

Politischer Gefangener in Russland

Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

3009, 2026

Peruaner im Krieg: „Sklaven der Russen“

In einem Pressegespräch der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichteten Angehörige über internationale Netzwerke, die Peruaner für die russische Armee rekrutieren. Mit hohen Gehaltsversprechen gelockt, werde die Reise nach Russland organisiert, dort würden unter Druck oder in völliger Unkenntnis über den Inhalt, Verträge unterzeichnet, sich den russischen Streitkräften anzuschließen.

2809, 2026

Gemeinsame Erklärung von Menschenrechtsorganisationen und der Zivilgesellschaft

Die Auslieferung von Mansur Mowlajew und Julia Emelianova nach Russland wird zu politisch motivierter Strafverfolgung, langjähriger Haft und Misshandlung führen. Daher fordert die IGFM und 149 weitere Unterzeichner Kasachstan auf, die Auslieferung zu stoppen und seine völkerrechtlichen Verpflichtungen einzuhalten.

2409, 2026

Ukraine/Russland: 28 Jahre Haft für verschleppten ukrainischen Zivilisten

Der ukrainische Ingenieur Kostiantyn Zinovkin ist am 22. September 2026 von einem Militärgericht in Rostow am Don zu 28 Jahren Haft verurteilt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt das Urteil auf das Schärfste und fordert seine sofortige Freilassung.

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

2109, 2026

Kuba: Roilán Álvarez Rensoler in Haft misshandelt

48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

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