Politische Patenschaft

Oliver-Krischer-Sam-Radjabi

Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Fraktion Bündnis 90/ die Grünen, hat eine Patenschaft für den inhaftierten Sam Radjabi übernommen. Der Tierschützer wurde im Januar 2018 verhaftet und ins Evin-Gefängnis gebracht. Am 19. Februar 2020 wurde er wegen „illegaler Kooperation mit den Vereinigten Staaten“ zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Radjabi ist weiterhin im Evin-Gefängnis inhaftiert.

Politische Patenschaft: Oliver Krischer zeigt Engagement für Sam Radjabi

Für Tierschutz zu sechs Jahren Haft verurteilt

 

Frankfurt am Main / Teheran, 27. Mai 2021 – Der Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer, B90/Grüne, übernimmt eine politische Patenschaft für den iranischen Umweltaktivisten Sam Radjabi. Der 37-jährige Biologe wurde für seine Aktivitäten zum Tierschutz zu sechs Jahren Haft verurteilt. Krischer setzt sich im Rahmen des Patenschaftsprogramms der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) für die Freilassung von Radjabi ein.

Radjabi, der längere Zeit in Deutschland gelebt hat und gut deutsch spricht, wurde am 25. Januar 2018 gemeinsam mit acht weiteren Naturschützern, alle Mitglieder der Persian Heritage Wildlife Foundation, festgenommen und ist seitdem im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert. Erst rund zwei Jahre später, am 19. Februar 2020 wurde Radjabi wegen „illegaler Kooperation mit den Vereinigten Staaten“ zu sechs Jahren Haft verurteilt. Seine Festnahme und Verurteilung sind tatsächlich aber auf seinen Einsatz zum Schutz der Population der asiatischen Geparden zurückzuführen. Im April 2020 hat Radjabi sich im Gefängnis mit dem Coronavirus infiziert, medizinische Versorgung wurde ihm nur spärlich angeboten.

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, hebt hervor: „Wir freuen uns, dass Oliver Krischer sich für Sam Radjabi einsetzt. Deutschland ist für den Iran politisch und wirtschaftlich ein einflussreiches Land, weshalb das Engagement des Abgeordneten so wertvoll ist.“

Die islamische Republik Iran missachtet systematisch die elementaren Rechte der Menschen. Angehöriger ethnischer, religiöser und politischer Minderheiten sind im Iran vielfacher Diskriminierung ausgesetzt: Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen, Verurteilungen ohne faire Gerichtsprozesse sowie zu Misshandlungen und Hinrichtungen von Andersdenkenden, kritisiert die IGFM.

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