Humanitäre Reise nach Litauen

Litauen IGFM Olga Karach

Khalil Al-Rasho, Leiter der Humanitären Hilfe der IGFM, und Katrin Bornmüller, Ehrenvorsitzende der IGFM, sind Ende September 2021 nach Litauen gereist, um sich persönlich einen Eindruck über die Situation der Flüchtlinge an der Grenze zu Belarus zu machen. Daneben haben sie auch die Menschenrechtsorganisation Nasch Dom besucht, deren Gründerin Olga Karatch wenige Wochen zuvor bereits in der IGFM-Geschäftsstelle in Frankfurt zu Besuch war.

Hilfe in der Verzweiflung

Humanitäre Hilfe in Litauen und Belarus

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) unterstützt mit humanitärer Hilfe weißrussische Flüchtlinge in Litauen. Olga Karatch, Gründerin der belarussischen Menschenrechtsorganisation Nasch Dom (Unser Haus), hat die Hilfe in Litauen entgegen genommen und der IGFM einen Dankesbrief geschrieben.

Unser Mitarbeiter Khalil Al-Rasho und die IGFM-Ehrenvorsitzende Katrin Bornmüller haben sich vom 25. September bis 5. Oktober 2021 ein Bild der Lage in Litauen verschafft. Sie erkundigten sich vor allem nach der Situation der Belarussen, die nach Litauen geflohen sind, um der politischen Verfolgung durch Diktator Lukaschenko zu entgehen. Mit den Migranten wurde Kontakt aufgenommen, um humanitäre Hilfe auszuloten und vorzubereiten. Im Rahmen dieser Reise besuchten die beiden auch die Menschenrechtsorganisation Nasch Dom, deren Gründerin Olga Karatch im September 2021 die Geschäftsstelle der IGFM in Frankfurt besucht und auch an der Belarus-Kundgebung am 18. September mitgewirkt hatte.

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Khalil Al-Rasho, Leiter der Humanitären Hilfe der IGFM und IGFM-Ehrenvorsitzende Katrin Bornmüller, zu sehen mit Helfern der Caritas in Litauen.

Weitere Eindrücke der Reise:

Basierend auf den Eindrücken, die Khalil Al-Rasho und Katrin Bornmüller auf ihrer Reise gesammelt haben, hat die IGFM-Arbeitsgruppe Wittlich am 15. Oktober 2021 einen Hilfstransport nach Litauen geschickt, den Olga Karatch und ihr Team der Menschenrechtsorganisation Nasch Dom (Unser Haus) bereits zwei Tage später entgegen nehmen konnten. In einem Brief dankte Olga Karatch der IGFM für die Unterstützung und führt aus, wie die Hilfsgüter genau verteilt werden:

Liebe Katrin, Jurgita und all unsere Freunde von IGFM!

Im Namen der belarussischen Diaspora in Litauen, belarussischer Flüchtlinge und Umsiedler sowie im Namen unserer Menschenrechtsorganisation „Unser Haus“ möchte ich unseren tiefsten Dank für die humanitäre Hilfe aussprechen, die wir am 17. Oktober 2021 erhalten haben.

Einen besonderen Dank für die beiden Waschmaschinen, mit denen die Sachen der Flüchtlinge gewaschen werden, aber auch für den Haushalt, warme Decken und Kleidung. Solche Gegenstände sind gerade jetzt besonders wichtig, denn der Winter kommt und viele Menschen sind ohne warme Kleidung; Allen voran diejenigen, die im Sommer aus dem Land fliehen mussten. Warme Kleidung für Kinder ist besonders wichtig.

Vor zwei Wochen wurde in Vilnius in einer belarussischen Flüchtlingsfamilie ein Baby geboren, daher waren Windeln, Babykleidung und andere Babysachen unerlässlich und sehr zeitgemäß.

Jetzt laufen viele Familien aus Weißrussland hierher, auch Familien mit älteren Menschen, daher sind die von ihnen geschickten medizinischen Geräte genau das, was der Arzt verordnet hat.

Im Moment sortieren wir alle Kleidungsstücke und geben sie an Bedürftige weiter. Auch die belarussische Diaspora aus Polen und Lettland hat uns um Hilfe gebeten, sowie Menschen aus Belarus. Deshalb wird alles, was in Litauen nicht an die Menschen abgegeben wird, in kleinen Frachten nach Belarus, Polen oder Lettland gehen, wo das Flüchtlingshilfesystem viel schwächer ist und die Menschen auch dringend warme Kleidung und andere Dinge brauchen.

Oberste Priorität haben natürlich die Familien von politischen Gefangenen und die politischen Gefangenen im Gefängnis. Wir werden ihnen warme Kleidung schicken, damit die Leute ihr Geld nicht für Winterkleidung für ihre Angehörigen ausgeben müssen, da Familien von politischen Gefangenen normalerweise keine finanziellen Mittel mehr haben: Ihr Ernährer könnte im Gefängnis sitzen oder gefeuert werden für die staatsbürgerliche Haltung. Daher müssen sie enorme Kosten für Anwälte und Pakete ins Gefängnis aufbringen. Solche Familien brauchen dringend Hilfe und Unterstützung.

Mit Spielsachen und Büchern wurde ein Raum für Flüchtlingskinder geschaffen (das ist auf den Fotos zu sehen, die wir gemacht haben). Kinder können hierher kommen und spielen, Bücher lesen und Kontakte knüpfen.

Schließlich planen wir, 6 Stühle an ein Tierheim zu übergeben, in dem sich unsere belarussischen Flüchtlinge ehrenamtlich engagieren. Sie haben uns oft nach Stühlen gefragt: Sie haben nichts zum Sitzen. Außerdem werden wir dem Tierheim etwa 10 Handtücher übergeben.

Lassen Sie uns noch einmal unseren tiefsten Dank aussprechen für alles, was Sie tun, für Ihre wertvolle Hilfe, die Sie Belarussen anbieten, die sich in einer schwierigen Krisensituation befinden und unter Repressionen für ihre bürgerliche und politische Haltung gelitten haben. Solche Hilfe und Unterstützung wird definitiv eine Rolle in unserem Kampf spielen und unseren Sieg beschleunigen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

Olga Karatch,
Direktorin

Olga Karatch, Gründerin der Menschenrechtsorganisation Nasch Dom (Unser Haus), bedankt sich für die Unterstützung und Lieferung der Hilfsgüter durch die IGFM.

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Bilder der Annahme des Hilfstransportes der IGFM am 17. Oktober 2021:

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