
Die Unterdrückung der Zivilbevölkerung und der Gegner Putins in der gesamten Russischen Föderation ist in Zahlen kaum zu greifen. Die Dunkelziffer der politischen Gefangenen ist sehr hoch. Regimegegner werden ausgeschaltet. Jeden Monat werden dutzende neue Strafverfahren eingeleitet, Schätzungen zufolge sind bereits bis zu einer Million Menschen vor Repression und Mobilisierung geflohen. Der von Russland im Jahr 2014 begonnene und im Jahr 2022 durch Russland eskalierte Krieg gegen die Ukraine sucht die komplette Unterwerfung der Ukraine unter das Putin-Regime Russlands. Unzählige Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden von den Truppen der russischen Föderation ausgeübt.
Presseinfos und aktuelle Meldungen
Kasachstan: Russischer Aktivistin droht Auslieferung und Verfolgung
Die russische Aktivistin Julia Emelianova wurde 2025 bei einem Transit in Kasachstan festgenommen und ist seither von einer Auslieferung nach Russland bedroht, wo ihr nach Einschätzung von Menschenrechtlern politische Verfolgung und Haft drohen.
Alexej Lipzer: Der Gefangene von Abakan
Zwei Jahre nach dem Tod von Alexej Nawalny warnt die IGFM vor anhaltender Repression gegen seine ehemaligen Anwälte. Der schwer erkrankte Alexej Lipzer wurde nach monatelangen Verlegungen quer durch Sibirien in eine abgelegene Strafkolonie überstellt. Die IGFM fordert seine sofortige Freilassung, Zugang zu unabhängigen Ärzten und das Fallenlassen aller konstruierten Anklagen.
Russland: 14-Jährige bald lebenslang in Haft für angebliche Sabotage?
Die IGFM verurteilt das von der russischen Staatsduma verabschiedete Gesetz, das das Strafmündigkeitsalter für „Sabotage“ und „terroristische Straftaten“ auf 14 Jahre senkt. Damit drohen Minderjährigen künftig Haftstrafen bis hin zu lebenslanger Freiheitsstrafe.
30. Oktober: Tag der politischen Gefangenen in Russland
Anlässlich des Tags der politischen Gefangenen in Russland verurteilt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) die Inhaftierung und Folter an ukrainischen und russischen Zivilisten und fordert die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen.
Menschenrechte in der russischen Föderation
Kasachstan: Russischer Aktivistin droht Auslieferung und Verfolgung
Die russische Aktivistin Julia Emelianova wurde 2025 bei einem Transit in Kasachstan festgenommen und ist seither von einer Auslieferung nach Russland bedroht, wo ihr nach Einschätzung von Menschenrechtlern politische Verfolgung und Haft drohen.
Russland: Keine Gnade für Ukraine-Kriegsgegnerinnen
Sich gegen Russlands Krieg gegen die Ukraine zu stellen, erfordert angesichts drohender politischer Verfolgung großen Mut. Aber wer gar finanzielle Hilfe an Ukrainer leistet, und sei sie noch so gering, sieht sich in Gerichtsverfahren mit dem Vorwurf des „Hochverrats für die Gewährung finanzieller Unterstützung an einen fremden Staat“ oder der „Bereitstellung von Mitteln zur Unterstützung der Aktivitäten einer extremistischen Organisation“.
Russland – Vor dem Absturz in die Armut rechtzeitig helfen
Die Rechtsanwälte des verstorbenen russischen Oppositionsführer Alexej Nawalny sind wegen „Teilnahme an den Aktivitäten einer extremistischen Gemeinschaft“ inhaftiert. Ihr Eigentum und alle Konten wurden gesperrt. Die Familien sind inzwischen mittellos; sie haben kein Geld mehr für Medikamente, Lebensmittel, Kleidung für die Kinder oder um Rechnungen zu bezahlen. Jede Spende zur Unterstützung der Angehörigen ist nicht nur Hilfe, sondern auch ein Zeichen gegen die Willkür des Putin-Regimes.
Politische Gefangene in der russischen Föderation
Nadeschda Rossinskaja
Nadeschda Rossinskaja wurde im Februar 2024 festgenommen, weil sie ukrainische Zivilisten humanitär unterstützte. Ein russisches Militärgericht verurteilte sie im Juni 2025 wegen angeblichen Hochverrats und „Terrorismusfinanzierung“ zu 22 Jahren Haft.
Aleksander Skobow
Der russische Historiker und Dissident Aleksander Skobow wurde im März 2025 zu 16 Jahren Haft verurteilt – nur weil er den Krieg gegen die Ukraine verurteilte. Er ist schwer krank, fast blind – und doch bleibt er standhaft. Die IGFM fordert seine sofortige Freilassung.
Wadim Kobsew
Der Rechtsanwalt Wadim Kobsew wurde am 13. Oktober 2023 von den russischen Behörden festgenommen. Aufgrund seiner Arbeit als Anwalt des 2024 verstorbenen Oppositionspolitikers Alexei Nawalny wird ihm die „Teilnahme an einer extremistischen Organisation" vorgeworfen. Am 17. Januar 2025 wurde er zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
Alexej Lipzer
Der Rechtsanwalt Alexej Lipzer wurde am 13. Oktober 2023 von den russischen Behörden festgenommen. Aufgrund seiner Arbeit als Anwalt des 2024 verstorbenen Oppositionspolitikers Alexey Nawalny wird ihm die „Teilnahme an einer extremistischen Organisation" vorgeworfen. Am 17. Januar 2025 wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Daniel Efimow
Der Student Daniel Efimow wurde im Dezember 2023 am Flughafen in Wolgograd willkürlich festgenommen und wegen angeblichen Hochverrats zu zwölf Jahren Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Russische Beamte hatten auf seinem Handy Spenden an ukrainische Hilfsorganisationen entdeckt.
Daria Kosyrewa
Die Künstlerin Daria Kosyrewa wurde im Februar 2024 verhaftet, nachdem sie mehrfach Antikriegsgedanken in künstlerischer und philosophischer Form verbreitet hatte. Ihr wird die "wiederholte Diskreditierung des Einsatzes der Streitkräfte der Russischen Föderation" vorgeworfen. Im Februar 2025 wurde sie in den Hausarrest entlassen.
Kriegsverbrechen der russischen Föderation in der Ukraine
„Die Wahrheit über russische Kriegsgefangenschaft“
Eine Ukrainerin Olena Jahupova berichtet über ihre grausamen Erlebnisse in russischer Gefangenschaft, die erlebte Folter und Zwangsarbeit. Sie kämpft nun für die Rettung anderer Opfer in besetzten Gebieten.
„Darja`s Geschichte. Kinderleben sind unersetzlich!“
Am 12. August 2022 wurde die Familie von Elvira während eines Beschusses in Bachmut schwer getroffen. Ihre Tochter Darja schützte ihren Bruder Dmitri mit ihrem Körper und rettete ihm so das Leben. Dabei wurde sie selbst schwer verletzt.
„Zehn Jahre Straflager in der DNR wegen pro-ukrainischer Haltung“
Valerij Matjushenko kehrte am 29. Juni 2024 nach Hause zurück, zusammen mit neun weiteren zivilen Gefangenen, die von den russischen Behörden rechtswidrig verurteilt, inhaftiert und gefoltert wurden.
IGFM-Sektionen in der Östlichen Partnerschaft

Auf Russisch, Ukrainisch, Englisch und Deutsch berichten die IGFM-Sektionen der Östlichen Partnerschaft und der deutschen IGFM-Sektion über Menschenrechtsverletzungen, die humanitäre Hilfe der IGFM, politische Gefangene und die aktuelle Arbeit















