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Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

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Russische Föderation2026-04-16T10:02:22+02:00

Die Unterdrückung der Zivilbevölkerung und der Gegner Putins in der gesamten Russischen Föderation ist in Zahlen kaum zu greifen. Die Dunkelziffer der politischen Gefangenen ist sehr hoch. Regimegegner werden ausgeschaltet. Jeden Monat werden dutzende neue Strafverfahren eingeleitet, Schätzungen zufolge sind bereits bis zu einer Million Menschen vor Repression und Mobilisierung geflohen. Der von Russland im Jahr 2014 begonnene und im Jahr 2022 durch Russland eskalierte Krieg gegen die Ukraine sucht die komplette Unterwerfung der Ukraine unter das Putin-Regime Russlands. Unzählige Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden von den Truppen der russischen Föderation ausgeübt. 


Aktuelle Meldungen und Presseinfos

2309, 2026

Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.


Menschenrechte in der Russischen Föderation

Russland: Kriegsgegnerin Ariadna Litvinowa in Haft

Die ehemalige Polizeischülerin Ariadna Litvinowa sitzt in Sankt Petersburg in Untersuchungshaft, nachdem sie mit Friedens- und Freiheitsbotschaften gegen den Krieg protestiert hatte. Aufgrund ihrer Vergangenheit an einer Polizeihochschule besteht für sie eine besondere Gefahr im Gefängnis. Die IGFM unterstützt sie mit Hilfe bei der Grundversorgung und der Finanzierung ihrer Verteidigung.

Warum das Schicksal zweier Russen von weltpolitischer Bedeutung ist

Seit dem russischen Angriffskrieg ist Kasachstan zu einem wichtigen Partner der EU geworden – doch die Menschenrechte drohen dabei in den Hintergrund zu geraten. Während die Zusammenarbeit ausgebaut wird, droht zwei russischen Regimekritikern trotz erheblicher Menschenrechtsrisiken die Auslieferung.

Kevin Lick – ehemaliger politischer Gefangener aus Russland

Kevin Lick berichtete am 11. April 2026 in Bonn über seine Zeit als politischer Gefangener in Russland. Er wurde als jüngster wegen „Landesverrats“ Russlands verurteilt und erfuhr staatliche Repression am eigenen Leib. Trotz psychischer Folter und Haft nutzt er heute seine Freiheit, um an das Schicksal der über 1.500 verbliebenen politischen Gefangenen zu erinnern und gegen das kollektive Vergessen anzukämpfen.


Webseite für Menschenrechtler aus Russland und Ländern der Östlichen Partnerschaft

Auf Russisch, Ukrainisch, Englisch und Deutsch berichten die IGFM-Sektionen der Östlichen Partnerschaft und der deutschen IGFM-Sektion über Menschenrechtsverletzungen, die humanitäre Hilfe der IGFM, politische Gefangene und die aktuelle Arbeit.

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