FÜR DIE MENSCHENRECHTE – Mitteilungen an Freunde und Förderer, Nr. 7 – August - 2026
Russland: Kriegsgegnerin Ariadna Litvinowa in Haft

Als ehemalige Polizeischülerin in akuter Lebensgefahr
„Ariadna hat mit ihrer idiotischen Tat ihr eigenes Leben und das ihrer gesamten Familie ruiniert, ich weigere mich, darüber zu sprechen“, so lauteten die Worte während des Telefonats eines IGFM-Mitglieds am 7. Juli 2026 mit der putintreuen Mutter von Ariadna Litvinowa, die nichts mehr mit ihrer Tochter zu tun haben will. Ariadna hatte am 24. Februar 2025, dem Jahrestag des Beginns des russischen Aggressionskrieges in der Ukraine, in Sankt Petersburg auf Plakate, die den „Helden“ der Sondermilitäroperation gewidmet waren, Losungen wie „Frieden für die Ukraine“ und „Freiheit für politische Gefangene“ geschrieben. Seit dem 4. Juli 2026 sitzt sie in der Untersuchungshaftanstalt in Sankt Petersburg ein. Weil sie bis 2023 an der Polizeihochschule des Innenministeriums studiert hat, ist die Gefahr groß, dass sie von Mitgefangenen misshandelt, ja getötet werden könnte. Weil Ariadna mittellos ist, wird ihr die IGFM über eine Bekannte Geld übermitteln, damit sie sich im Gefängnisshop ein „Gefangenenpaket“ mit einer Grundausstattung Trainingsanzug, Hausschuhe, Schlafanzug, Hygieneartikel, Tee, Kaffee und etwas Obst kaufen kann, und sie wird mithelfen, dass ihre Verteidiger bezahlt werden.
Dieser Artikel wurde publiziert in der August - 2026-Ausgabe der Zeitschrift ‚Für die Menschenrechte‘
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