FÜR DIE MENSCHENRECHTE – Mitteilungen an Freunde und Förderer, Nr. 7 – August - 2026

Pakistan: Mit Solarenergie Bildungschancen absichern

Benachteiligte christliche Kinder profitieren von Nachhaltigkeit

„In dem Gebiet, in dem sich unsere Allama-Paul-Higher-Secondary-School befindet, kommt es seit diesem Sommer zu langanhaltenden Stromausfällen. Die Auswirkungen auf den Unterricht sind schwerwiegend. Da deshalb die Ventilatoren ausfallen, wird es in den Klassenzimmern unerträglich heiß und drückend. Der Unterricht muss häufig unterbrochen werden. Zudem setzen die Wasserkühler in der Schule aus. So können sich die Kinder während der heißesten Stunden des Tages nicht einmal mit kühlem Trinkwasser erfrischen“, schreibt Sajid Christopher von der Human Friends Organization (HFO) aus dem pakistanischen Lahore (Provinz Punjab) am 6. Juli 2026 an die IGFM. 

Die IGFM unterstützt seit kurzem den Schulbesuch von Kindern aus politisch benachteiligten christlichen Familien in dieser Einrichtung. Unter ihnen sind auch einige, die andernorts in Pakistan von gewaltbereiten Islamisten verfolgt wurden und die nun in dem christlichen Viertel in Lahore, in dem sich die Schule befindet, Schutz gefunden haben. Diese Familien gehören in der Regel zu den wirtschaftlich Schwächsten, die kaum das Nötigste zum Überleben zur Verfügung haben. 

In diesem Jahr wurde es dort bereits ab Ende April extrem sommerlich heiß; in mehreren Städten Pakistans stieg die Temperatur auf deutlich über 40 Grad an. Medienberichten zufolge reagiert die Regierung auf die häufigen Stromausfälle in Pakistans bevölkerungsreichster Provinz Punjab mit Dementis: Der Bedarf an Elektrizität werde vollständig gedeckt. Das verärgert breite Teile der Bevölkerung, nicht nur, weil die Hitze für sie unerträglich wird. Durch wiederkehrende Spannungsschwankungen kam es zu Totalausfällen von Klimaanlagen, Wasserpumpen und Kühlgeräten. Und benachteiligte Familien können sich ohnehin höchstens einen Ventilator leisten. Dabei ist Abkühlung kein Luxus: Die hohen Temperaturen stellen eine erhebliche gesundheitliche Gefahr für ältere Menschen und Kinder dar. 

Die HFO plant derzeit, eine Solaranlage für die Schule zu installieren, um eine zuverlässige Stromversorgung in der Einrichtung zu gewährleisten. „Darüber hinaus wird die Solaranlage die Verbrauchskosten der Schule erheblich senken, so dass wir mehr Mittel in die Bildung und das Wohlergehen unserer Schüler investieren können“, betont Christopher weiter in seiner E-Mail.

 „Wir bitten die IGFM herzlich um eine Förderung für dieses wichtige Projekt. Ihre Unterstützung würde das Leben von Hunderten von Kindern nachhaltig verbessern, indem sie trotz anhaltender Stromengpässe und extremer Wetterbedingungen eine Schulbildung ohne Unterbrechungen und ein gesundes Lernumfeld gewährleistet“, schreibt Sajid Christopher. Die Gesamtkosten dieser Anlage belaufen sich auf umgerechnet rund 11.000 Euro, die sich die IGFM und eine befreundete Organisation in den Niederlanden teilen wollen. Bitte helfen Sie uns dabei.

Dieser Artikel wurde publiziert in der August - 2026-Ausgabe der Zeitschrift ‚Für die Menschenrechte‘

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