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In Belarus als „extremistisch“ eingestuft

Social-Media-Konten der IGFM wurden in Belarus als „extremistische Materialien“ eingestuft. Die Menschenrechtsorganisation lässt sich von dieser Nennung nicht einschüchtern und wird ihre Arbeit zu Belarus fortsetzen. In der Republik Belarus herrscht Langzeitdiktator Lukaschenko mit brutaler Härte und lässt Tausende Menschen aus willkürlichen Gründen verhaften. Hunderttausende Belarusen haben seit den gefälschten Wahlen von 2020 das Land verlassen, Tausende wurden im Land zu langen Haftstrafen verurteilt. 

 

Lukaschenko-Regime geht gegen die IGFM vor

Social-Media-Konten der IGFM in Belarus als „extremistische Materialien" eingestuft 

Frankfurt am Main, 13. März 2026 – Wichtige Mitteilung an unsere belarusischen Follower. Jede Interaktion mit unseren Inhalten kann nun in Belarus rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Bitte lesen Sie die folgenden Informationen und treffen Sie die notwendigen Vorkehrungen für Ihre Sicherheit. 

Belarusische Behörden stuften die sozialen Medien (Instagram, X und Facebook) der deutschen IGFM-Sektion als extremistisch ein. Dem liegt eine Entscheidung des Gerichts des Bezirks Horezk der Region Mahiljou (rus. Mogiljow oder Mogilew) vom 10. März 2026 zugrunde.

Das bedeutet, dass jede Interaktion mit unseren Inhalten, einschließlich Liken, Teilen, Reposten oder sogar dem Folgen unserer Kanäle, nun nach belarusischem Recht strafbar ist. In vielen Fällen wurden Personen allein aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit Organisationen, die sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzen, mit Verwaltungs- und Strafanzeigen konfrontiert. 

Wenn Sie in Belarus leben oder dorthin reisen, empfehlen wir Ihnen dringend Folgendes: 

  • Melden Sie sich von allen unseren Social-Media-Konten ab. 
  • Löschen Sie alle Likes, Reposts oder Links zu Inhalten oder der Website der IGFM.  
  • Vermeiden Sie es, unsere Materialien zu teilen oder zu speichern. Wenn Sie jemals Materialien heruntergeladen haben, die das Logo der IGFM oder einen Verweis auf die IGFM enthalten, löschen Sie diese bitte. 
  • Wir bitten Sie dringend, diese Vorsichtsmaßnahmen zu Ihrer eigenen Sicherheit zu treffen. 

Dies ist ein weiteres Zeichen für den Staatsterror Lukaschenkos, der mit massiver Repression gegen Hunderttausende Menschen in Belarus vorgeht. Die IGFM wird weiter über Menschenrechtsverletzungen in Belarus berichten und sich für die Freiheit der politischen Gefangenen einsetzen.

Die Menschenrechtsorganisation begrüßt die am 12. März 2026 vom Internationalen Strafgerichtshof (ICC) veröffentlichte Voruntersuchung gegen die Republik Belarus. Laut dem ICC gibt es hinreichende Gründe für die Annahme, dass zumindest teilweise auf dem Hoheitsgebiet der Republik Litauen Verbrechen im Sinne des Römischen Statuts begangen wurden, die von Behörden und höchsten Regierungsebenen der Republik Belarus gefördert oder gebilligt wurden. Das ICC nennt Zwangsmaßnahmen belarusischer Behörden, die zur Deportation von tatsächlichen oder vermeintliche Gegnern der belarusischen Regierung führten.

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Aktuelle Pressemitteilungen der IGFM

1509, 2026

Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

709, 2026

Eva Bredow-Cordier übernimmt politische Patenschaft

Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

709, 2026

Türk-Nachbaur übernimmt politische Patenschaft

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur hat die politische Patenschaft für sieben junge Männer übernommen, die nach Protesten in Isfahan festgenommen und zum Tode verurteilt wurden, und fordert ihre sofortige Freilassung sowie eine rechtsstaatliche Überprüfung der Vorwürfe. Die drohenden Hinrichtungen stehen im Zusammenhang mit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Iran und dem Vorgehen der iranischen Justiz gegen zahlreiche Demonstrierende.

409, 2026

Russland: Kinderhospiz-Leiterin wegen Anti-Krieg-Posts verurteilt

Statt Untersuchungshaft hat ein Moskauer Gericht Lida Moniawa mit empfindlichen Sanktionen belegt: nächtlicher Hausarrest, ein völliges Kontaktverbot zu Zeugen und Verbot der Internetnutzung. Die Entscheidung kam für Moniawa und ihre Verteidigung überraschend. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt, dass ihr weiterhin eine Haftstrafe drohen kann.

209, 2026

Eilmeldung: Todesurteil für Ali Zarei!

Die Justiz der Islamischen Republik Iran hat den 27-jährigen iranischen Aktivisten Ali Zarei Doozdarrehsi gestern zum Tode verurteilt. Bereits im Jahr 2022 wurde ihm von Regimeschergen ins Auge geschossen, worauf er zur medizinischen Behandlung nach Deutschland kam. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt aufs Schärfste diese geplante Tötung und warnt vor hunderten weiteren Hinrichtungen.

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