Aktivistin droht Abschiebung und Haft in Russland

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte warnt: Der Ex-Nawalny-Aktivistin Julia Emelianova drohen bei einer Auslieferung nach Russland Haft und Folter – Kasachstan soll ihr Schutz gewähren. Foto: Julia Emelianova / Quelle: privat

„Auslieferung schlimmer als der Tod“

IGFM fordert Kasachstan auf, die Aktivistin Julia Emelianova zu schützen

Foto: Julia Emelianova / Quelle: privat

Foto: Julia Emelianova / Quelle: privat

17. März 2026, Frankfurt am Main / Astana – Der russischen Aktivistin Julia Emelianova droht bei Auslieferung nach Russland Haft und Folter. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) warnt, dass Kasachstan für russische Antikriegsaktivisten, Dissidenten und Menschen, die vor dem Militärdienst fliehen, zunehmend gefährlich wird. Nach Einschätzung der IGFM deuten jüngste Entscheidungen kasachischer Behörden, von Russland gesuchte Personen festzunehmen, abzuschieben oder auszuliefern, auf eine besorgniserregende Entwicklung hin, die viele politisch verfolgte Russinnen und Russen in Gefahr bringt.

Kasachstan muss jeden Versuch, die russische Aktivistin Julia Emelianova auszuliefern, unverzüglich stoppen und ihren Schutz im Einklang mit internationalem Menschenrechts- und Flüchtlingsrecht gewährleisten.

Emelianova, eine frühere Freiwillige der St. Petersburger Strukturen von Alexei Nawalny, engagierte sich später im Exil in Antikriegs- und Menschenrechtsinitiativen. Sie wurde 2025 während eines Transits in Almaty festgenommen und ist weiterhin von Auslieferung nach Russland bedroht. Hintergrund ist ein Verfahren, das ihre Unterstützer und Anwälte als politisch motiviert bezeichnen und das sich auf den angeblichen Diebstahl eines Mobiltelefons im Wert von 12.000 Rubel (ca. 130 Euro) bezieht.

Die Generalstaatsanwaltschaft Kasachstans genehmigte ihre Auslieferung im Januar 2026 und setzte sie Ende Februar vorübergehend aus, während ihr Asylantrag geprüft wurde. Am 2. März lehnte ein kasachisches Gericht ihren Asylantrag jedoch in erster Instanz ab; ihre Verteidigung hat dagegen Berufung eingelegt.

Die IGFM fordert die Regierung Kasachstans auf, die Auslieferung von Julia Emelianova unverzüglich und endgültig zu stoppen und zu gewährleisten, dass keine Person nach Russland abgeschoben werden dürfe, wenn dort politisch motivierte Strafverfolgung, Gefängnis oder die erzwungene Teilnahme am Krieg drohen.

Die internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen sollen eingehalten werden. Dazu gehört insbesondere das Prinzip des Non-Refoulement, das es verbietet, Personen in Staaten zurückzuführen, in denen ihnen politisch motivierte Strafverfolgung droht.

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