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Kohlgraf übernimmt Patenschaft

Bischof Dr. Peter Kohlgraf übernimmt die Patenschaft für die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh. Vermittelt wurde die Patenschaft in Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtsaktivisten Behrouz Asadi.

Bischof Kohlgraf übernimmt politische Patenschaft für Nasrin Sotoudeh

Mainz/ Teheran, 28. April 2026 – Professor Dr. Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz, übernimmt die politische Patenschaft für die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh. Die am 1. April 2026 festgenommene Menschenrechtsverteidigerin wird an einem unbekannten Ort festgehalten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert ihre sofortige Freilassung und macht auf die tausenden weiteren politischen Gefangenen der Islamischen Republik Iran aufmerksam, denen langjährige Haft, Folter und Hinrichtung droht.

„Mit dieser Patenschaft setzt Bischof Kohlgraf ein klares Zeichen der Menschlichkeit, der Solidarität und der Verantwortung gegenüber einer Frau, die seit Jahren mutig und friedlich für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Freiheit im Iran eintritt. Nasrin Sotoudeh steht beispielhaft für viele Menschen im Iran, die allein wegen ihrer Überzeugungen, ihres Engagements und ihres Einsatzes für die Würde des Menschen verfolgt, unter Druck gesetzt und ihrer Freiheit beraubt werden.“, so Menschenrechtsaktivist Behrouz Asadi, der die politische Patenschaft zwischen dem Mainzer Bischof Kohlgraf und der IGFM vermittelt hat.

Sacharowpreisträgerin Nasrin Sotoudeh hat sich als Anwältin unermüdlich für Frauenrechte, politische Gefangene und für Andersdenkende eingesetzt und wurde daher selbst immer wieder verfolgt, unter Druck gesetzt und mehrfach inhaftiert. Auch ihr Ehemann Reza Khandan ist aufgrund seines Einsatzes für Menschenrechte seit 2024 im Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert. Er setzte sich unter anderem für Gleichberechtigung, gegen die Verschleierungspflicht von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran ein.

Seit dem Jahr 2009 hat die IGFM bereits über 300 politische Patenschaften initiiert und 2011 ein Programm für Patenschaften gestartet. Die IGFM leistet seit Jahrzehnten Einzelfallarbeit und setzt sich für politische Gefangene weltweit ein.

Bischof Dr. Peter Kohlgraf

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Peru/Russland: Tödlicher Stellen-Schwarzmarkt

Hunderte peruanische Staatsbürger sollen mit falschen Stellenangeboten nach Russland gelockt und dort zum Dienst in den russischen Streitkräften gedrängt oder gezwungen worden sein. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert eine umfassende Aufklärung der mutmaßlichen Rekrutierungsnetzwerke und den Schutz der Betroffenen.

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48 Tage Hungerstreik, schwere gesundheitliche Folgen und wiederholte Misshandlungen: Der kubanische Menschenrechtsaktivist Roilán Álvarez Rensoler sitzt seit Januar 2026 in Haft. Er soll ein regimekritisches Plakat angebracht haben. Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von ihm und von mehr als 1.200 weiteren Menschen, die in Kuba wegen ihres friedlichen Engagements verfolgt werden.

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Zersetzen, liquidieren, ausschalten – die Stasi-Methoden leben in Russland und anderen Staaten weiter

Ob Mielke, Putin oder Lukaschenko, die Methoden der DDR-Staatssicherheit leben in Russland und anderen Staaten weiter. Anlässlich der Erklärung der IGFM als Staatsfeind im September 1975 durch die Stasi berichtet die Menschenrechtsorganisation über die Fortführung der Stasi-Methoden und kritisiert Putin-Freunde und -Unterstützer hier in Deutschland.

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Kasachstan: Mansur Mowlajew unternimmt Suizidversuch

Der tschetschenische Aktivist Mansur Mowlajew hat am 15. September in einem Gefängnis in Almaty einen Suizidversuch unternommen. Er erhielt rechtzeitig medizinische Hilfe, sein Leben ist nicht mehr in Gefahr. In seinem Abschiedsbrief bat er darum, ihn in Kasachstan zu beerdigen und auch die Auslieferung der Aktivistin Julia Emelianova nach Russland zu verhindern. IGFM und Partner fordern Schutz statt Auslieferung.

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Die Darmstädter Grünen-Fraktionsvorsitzende Eva Bredow-Cordier hat gemeinsam mit der IGFM die politische Patenschaft für die in Belarus verfolgten Frauen Neli Alfiorawa und Aliaksandra Pulinovich übernommen. Sie fordert ihre sofortige und bedingungslose Freilassung und will mit der Patenschaft auf die brutale politische Repression und die systematischen Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenko-Regimes aufmerksam machen.

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