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Steinigung weltweit ächten!

Die IGFM positioniert sich klar: Steinigung ist Mord! Genau deswegen muss man diese grausame Hinrichtungsmethode weltweit ächten.

Steinigung weltweit ächten!

Auch heute noch existiert die extrem grausame Hinrichtungsform der Steinigung in mehreren Staaten. In den vergangenen Jahren sind Steinigungsurteile aus den Ländern Nigeria, Iran, Pakistan, Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten bekannt geworden. Die meisten Steinigungen werden außerhalb jedweder Öffentlichkeit vollstreckt. Vor allem in entlegenen Gegenden, wo Traditionen, Urteile von Familienclans und lokale geistliche Führer mehr Gewicht haben als das geschriebenen Recht und die ordentliche Justiz, ist eine unabhängige Beobachtung nahezu ausgeschlossen. Bei der Überwindung der Steinigung ist daher nicht nur die Öffentlichkeit und die Politik, sondern auch die islamische Geistlichkeit gefordert.

Grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe

Das islamische Recht (die Scharia) sieht in ihrem Strafrechtsteil für eine Reihe von Delikten die Todesstrafe vor. Die Art der Hinrichtungsform liegt dabei oft im Ermessen des Richters, wie etwa bei Homosexualität. Bei Ehebruch ist jedoch zwingend die Steinigung vorgeschrieben.

Bei der Steinigung handelt es sich um eine “grausame, unmenschliche und erniedrigende” Strafe im Sinne der Antifolterkonvention der Vereinten Nationen. Die Steinigung steht im Widerspruch zu den Artikeln 3 und 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und den Artikeln 6 und 7 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, die das Recht auf Leben und das Verbot von Folter und unmenschlicher Behandlung festschreiben, sowie dem Zweiten Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte zur Abschaffung der Todesstrafe. Die Steinigung für “Ehebruch” verstößt zudem gegen allgemeine Rechtsgrundsätze, da es sich um eine unangemessene Bestrafung handelt. Das Ziel der IGFM ist es, die Steinigung weltweit zu überwinden.

Forderungen der IGFM

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte…

  • fordert alle Staaten, in denen Steinigungsurteile ausgesprochen wurden, auf, die Vollstreckung dieser Urteile sofort auszusetzen;
  • fordert alle Staaten, in denen die Steinigung als Strafmaß im Strafgesetzbuch vorgesehen ist, auf, ein Moratorium zur Steinigung auszusprechen und legislative Schritte einzuleiten, um die Steinigung als mögliches Strafmaß aus den Strafgesetzbüchern zu streichen;
  • fordert die Organisation der Islamischen Konferenz auf, sich öffentlich von der Steinigung als Strafart zu distanzieren und ihre Mitgliedsstaaten aufzurufen, die Strafe Steinigung aus den nationalen Strafgesetzbüchern zu streichen;
  • fordert alle muslimischen Organisationen in Deutschland und im Ausland auf, sich gegen die Steinigung auszusprechen und sich aktiv an der Kampagne zur Überwindung der Steinigung zu beteiligen;
  • fordert alle islamischen Staaten auf, den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, das Zweite Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte zur Abschaffung der Todesstrafe sowie das Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung entweder zu ratifizieren oder, falls bereits ratifiziert, vollständig zu implementieren;
  • fordert die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen auf, den Sonderberichterstatter über Folter und grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe mit einer umfassenden Bestandsaufnahme und Untersuchung über die Steinigung zu beauftragen;
    fordert den Hochkommissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen auf, die Initiative zu ergreifen, ein Symposium zum Thema Steinigung im Scharia-Strafrecht zu organisieren und durchzuführen. Ähnlich zu und gewissermaßen als Weiterführung des Symposiums “Bereicherung der Universalität der Menschenrechte: Islamische Perspektiven zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte”, das im November 1998 in Genf stattfand.

Bitte helfen Sie mit

Seit Jahrhunderten werden Menschen durch die Steinigung auf eine extrem grausame und verrohende Art getötet. Die Steinigung wird nach wie vor vollstreckt, sie ist heute sogar in mehr Provinzen und Staaten Teil des Strafrechtes als noch vor 10 Jahren. Bitte helfen Sie mit, diese barbarische Hinrichtungsform weltweit zu überwinden.

  • Bitte beteiligen Sie sich an unserer Unterschriften-Aktion.
  • Bitte informieren Sie Freunde und Kollegen.
  • Bitte weisen Sie auch Ihre Zeitung und Ihren Abgeordneten auf die Steinigungsproblematik hin.
  • Bitte appellieren Sie an die Bundesregierung, sich international für die Überwindung der Steinigung einzusetzen.