Erdbeben in Syrien und Türkei

Syrien: Sanktionen sofort aussetzen, Zahlungstransfer ermöglichen, Grenze öffnen IGFM fordert sofortiges Handeln der Vereinten Nationen

Nach dem verheerenden Erdbeben in der Südost-Türkei, Nord-Syrien und der gesamten betroffenen Region wird derzeit von weit über 17.000 Todesopfern ausgegangen, diese Zahl wird leider noch weiter steigen. Darüber hinaus sind Tausende von verletzten Menschen zu beklagen sowie Millionen von Menschen, die in der einen oder anderen Weise von den Erdbeben betroffen sind – sei es durch Verlust ihrer Wohnhäuser und Wohnungen oder durch die enormen Schäden an wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur.

Syrien: Sanktionen sofort aussetzen, Zahlungstransfer ermöglichen, Grenze öffnen

IGFM fordert sofortiges Handeln der Vereinten Nationen

Frankfurt am Main/ Bonn, 9. Februar – Nach dem verheerenden Erdbeben ist sofortiges grenzübergreifendes Handeln notwendig. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die sofortige Aussetzung der Sanktionen gegen Syrien, es geht jetzt darum den Menschen effektiv helfen zu können. Zahlungstransfers für in Syrien tätige Hilfsorganisationen müssen ermöglicht werden. Die Menschenrechtsorganisation fordert die Vereinten Nationen auf, mit den beteiligten Ländern die sofortige Öffnung der syrisch-türkischen Grenze für Hilfslieferungen umzusetzen.

 

„Unsere Botschaft in dieser Krisensituation ist klar und eindeutig: Eine Erdbeben-Katastrophe ist keine politische Angelegenheit. Von äußerster Wichtigkeit ist jetzt und heute: Es muss unabhängig von Sanktionen aus politischen Gründen auch im Norden Syriens sofort und umfassend geholfen werden. Wir fordern deshalb eine Aussetzung der Sanktionen – und ich betone: keine Aufhebung, sondern eine Aussetzung – und damit die Ermöglichung sofortiger Hilfeleistung. Wir fordern, dass die Vereinten Nationen tätig werden und humanitäre Hilfe ermöglichen“, teilte IGFM-Generalsekretär Matthias Boehning am 9. Februar bei einer Kundgebung in Bonn mit.

Die IGFM ist seit zehn Jahren in verschiedenen Projekten der humanitären Hilfe in Syrien aktiv, und kann angesichts der politischen Umstände bisher keine Hilfsgüter oder Medikamente direkt in das Land bringen. Von den Projektpartnern in Aleppo erhielt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte Fotos apokalyptischen Ausmaßes. Viele Menschen in Syrien fühlen sich von der Welt übersehen und vergessen.

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