Throm übernimmt politische Patenschaft

Bundestagsabgeordneter Alexander Throm übernimmt die politische Patenschaft für iranischen Menschenrechtler Arash Sadeghi. Arash Sadeghi wurde im Mai 2023 zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Von der Strafe sind drei Jahre und sieben Monate vollstreckbar. Bild: Tobias Koch, privat

Alexander Throm, MdB, fordert Freilassung von iranischem Menschenrechtler

Frankfurt am Main, 20. Juli 2023 – Der Bundestagsabgeordnete Alexander Throm (CDU/CSU) fordert als politischer Pate zusammen mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) die umgehende Freilassung von Arash Sadeghi. Der iranische Menschenrechtsaktivist wurde seit 2009 wiederholt festgenommen und im Mai 2023 wegen „Versammlung und geheimer Absprache“ und „Propagandatätigkeit gegen das Regime“ zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. 

Wie die IGFM berichtet, sind drei Jahre und sieben Monate der Haftstrafe vollstreckbar. Zusätzlich wurde dem Menschenrechtler ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein zweijähriges Aufenthaltsverbot in Teheran und den nördlichen Provinzen auferlegt. Ärztliche Behandlungen, die Sadeghi als diagnostizierter Krebspatient mit weiteren schweren Krankheiten dringend braucht, werden ihm verwehrt.

Dr Bundestagsabgeordnete Alexander Throm erklärte:

Mit meiner Patenschaft möchte ich die Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Arash Sadeghi sowie all der mutigen Menschen im Iran lenken, die sich unter Inkaufnahme großer persönlicher Gefahr für Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Wir schauen nicht weg, wir stehen an eurer Seite!

Wiederholte Verhaftungen

Seit den gefälschten iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 wurde der 1986 geborene Arash Sadeghi mehrfach zu Haftstrafen und Peitschenhieben verurteilt. Am 12. Oktober 2022 wurde er im Rahmen der landesweiten Proteste verhaftet und am 21. Januar 2023 vorerst gegen Kaution freigelassen. Nachdem Sadeghi am 26. Januar 2023 erneut zu fünf Jahren und acht Monaten verurteilt wurde, legte sein Anwalt Einspruch ein. Im Mai wurde Sadeghis Strafe dann auf vier Jahre und drei Monate festgelegt.

Misshandlung, Folter und gesundheitliche Probleme

Während seiner Haftstrafen wurde Arash Sadeghi misshandelt, sexuell erniedrigt und gefoltert. Zu seiner ebenfalls willkürlich verhafteten Frau, der Menschenrechtsaktivistin und Schriftstellerin Golrokh Iraee, wurde Arash Sadeghi für längere Zeit der Kontakt untersagt. Zusätzlich zu Sadeghis schweren gesundheitlichen Problemen, die unter anderem aus seinem langen Hungerstreiks resultierten, wurde bei ihm im Jahr 2018 Knochenkrebs diagnostiziert. Dennoch werden ihm die erforderlichen medizinischen Behandlungen verweigert, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert.

Der iranische Menschenrechtler Arash Sadeghi.

Der iranische Menschenrechtler Arash Sadeghi.

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