China: Mahnwache und Filmvorführung

Im Januar und Februar 2026 beteiligten sich Aktive des IGFM-Arbeitsausschusses China bei zwei Veranstaltungen zu Menschenrechtsverletzungen in China.

Filmvorführung „Transcending Fear“ im Anwaltsverein Regensburg

Am Dienstag, den 27. Januar 2026 fand um 19 Uhr in Regensburg im Emmeram-Forum eine Filmvorführung durch den Anwaltsverein statt. Die Organisation hatte freundlicherweise der Anwaltsverein, vertreten durch Herrn Dr. Ruckdäschel (2. Vorsitzender), übernommen.

 

Die Dokumentation (mit deutschen Untertiteln) beschreibt die bewegte Biografie des christlichen Anwalts Gao Zhisheng. Geboren in einer Höhle, überwindet Gao Zhisheng unglaubliche Hindernisse, um einer von Chinas Top-Anwälten zu werden. 2001 wird er vom chinesischen Justizministerium zum „Ehren-Anwalt“ gekürt. Die Menschen nennen ihn „Chinas Gewissen“.

Nachdem er sich immer mehr gegen tabuisierte Menschenrechtsverletzungen aussprach, ging sein Streben nach Gerechtigkeit der Kommunistischen Partei zu weit. Gao wurde mehrfach ohne Angabe von Gründen verhaftet, ohne Kontakt zur Außenwelt gefangen gehalten und schwer gefoltert. Dennoch hielt er an seinen christlichen Werten fest und stand den Machtlosen immer wieder zur Seite.

Es ist eine Geschichte von Misshandlungen, Mut und Mitgefühl für jeden, der das heutige China verstehen will. 2008 wurde Gao Zhisheng für den Friedensnobelpreis nominiert. Er erhielt unter anderem 2007 den „Courages Advocacy Abroad“ vom American Board of Trial Advocates.

Die Filmvorführung dauerte eine gute Stunde. Nach Beendigung des Films herrschte tiefe Betroffenheit unter den Zuschauern. Viele Fragen standen im Raum, die zu einer lebhaften Diskussion mit dem Wirtschafts- und China-Experten Manyan Ng führten. Bei einem Glas Wein oder Mineralwasser und einem Snack fand der Veranstaltungsabend seinen Ausklang.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Anwaltsverein Regensburg und Herrn Dr. Ruckdäschel für die Einladung nach Regensburg und die gelungene Organisation.

Mahnwache anlässlich des Gulja Massakers vom 5. Februar 1997 

Am Donnerstagnachmittag, den 5. Februar 2026, fand zur Erinnerung an das Gulja Massaker vor dem chinesischen Konsulat in München eine Demonstration statt. Ursula Dusolt vertrat auch hier den Ausschuss China der IGFM. Mehr als 20 Uiguren unterstützten die Demonstration. Mit Sprechchören und mehreren Vorträgen demonstrierten sie gegen die gesetzeswidrige Behandlung des uigurischen Volkes durch das Regime der Kommunistischen Partei Chinas. In Sprechchören forderten sie Freiheit für die Uiguren, Freiheit für ihre Frauen und Kinder, Freiheit für alle Intellektuellen.

Teilen Sie diesen Beitrag!

Nach oben