FÜR DIE MENSCHENRECHTE – Mitteilungen an Freunde und Förderer, Nr. 11 – Dezember 2025

Ukraine – Weihnachtsfeier unter Drohnenangriffen und Raketenbeschuss

„Die Lage im Nordosten der Ukraine verschlechtert sich. Die Menschen dort leiden unter den andauernden Stromabschaltungen, unzureichender Logistik und ganz besonders unter dem psychischen Druck der herannahenden surrenden Drohnen. Wegen der unberechenbaren Raketenangriffe verbringen die Kinder die meiste Schulzeit im Luftschutzbunker. Die Winterkälte verlangt die Entscheidung: Gehen oder bleiben? Sie fühlen sich von großen Hilfsorganisationen und der Regierung übersehen. Und darum helfen wir dort. In Putivl, einer Kleinstadt mit circa 15.000 Einwohnern, etwa 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, unterstützen uns Gymnasiasten beim Verteilen der humanitären Hilfe an die neu eintreffenden Vertriebenen und Geflohenen aus den Frontgebieten. Sie wagen sich sogar vor bis zu alten Menschen, die sich von ihrer ‚Scholle‘, die bereits unter Frontbeschuss steht, nicht trennen können. Wir möchten gerne mit diesen Gymnasiasten, die selbst in einer schlechten Situation leben, eine öffentliche Weihnachtsfeier ausrichten und dabei Helfer und Empfänger der Hilfe zusammenbringen“, schrieb uns Anton Alekseyev, Leiter der IGFM-Sektion Ukraine. 

Es wäre die dritte Weihnachtsfeier, die die IGFM für Helfer und Opfer des Krieges ausrichtet. Im vergangenen Jahr förderten wir zwei Feste: eines im Kinderkrankenhaus in Kyiv für Kinder, die über Weihnachten nicht zu ihrer Familie entlassen werden konnten, weil ein Elternteil oder beide durch den Krieg den Tod gefunden hatten, und eine weitere Feier in einer „Bunkerschule“.  Um sie aus ihren traurigen Gedanken zu reißen, haben die IGFM-Mitglieder mit ihnen gesungen, gespielt, und es gab auch ein kleines Geschenk. Wir bitten Sie, helfen Sie uns auch in diesem Jahr mit Ihrer Spende.

Dieser Artikel wurde publiziert in der  Dezember 2025-Ausgabe der Zeitschrift ‚Für die Menschenrechte‘

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