Solidarität mit Nasrin

Unterstützungsaufruf für Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh

Frankfurt am Main, 12. November 2020 – Am 13. November 2020 ruft die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ) gemeinsam mit einem Unterstützerkreis aus Frankfurt und Umgebung in der Frankfurter Rundschau zur Unterstützung der iranischen Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh auf. Über 100 Abgeordnete, Entertainer, Künstlerinnen und Künstler, Menschenrechtsverteidiger, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Wissenschaftler und Freunde Nasrins folgtem dem Aufruf der IGFM für die 56-jährige Rechtsanwältin einzutreten und fordern ihre endgültige Freilassung. Darunter auch die Nobelpreisträgerinnen Shirin Ebadi (Iran) und Herta Müller (Deutschland).

Sotoudeh ist die prominenteste Stimme der iranischen Demokratiebewegung. Sie wurde für ihr Engagement mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments sowie dem Menschenrechtspreis des Deutschen Richterbundes ausgezeichnet. Am 1. Oktober 2020 wurde sie für ihren Einsatz mit dem „Alternativen Nobelpreis“ (Right Livelihood Award) geehrt. Dem iranischen Regime ist die Anwältin insbesondere wegen ihres Eintretens für Frauenrechte ein Dorn im Auge, weshalb sie 2018 für Ihren Widerstand gegen den Kopftuchzwang im Iran zu 33 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt wurde.

Nasrin Sotoudeh ist Mutter zweier Kinder und ist mit Reza Khandan verheiratet. Sie wurde am vergangenen Samstag temporär in einen Hafturlaub entlassen, um medizinische Versorgung zu erhalten. Sie hatte nach einem fast 50-tägigen Hungerstreik im Gefängnis gesundheitliche Folgen davongetragen, dessen Behandlung sie sich in ihrem Hafturlaub widmen kann. Ein Test am 10. November 2020 ergab zudem, dass sich Nasrin im Gefängnis mit Covid-19 infiziert hat.

„Trotz Hafturlaub ist ihre Strafe aber keineswegs aufgehoben. Unter den willkürlichen Regeln des iranischen Regimes könnte Nasrin Sotoudeh jederzeit wieder verhaftet werden und benötigt deshalb weiterhin unsere Unterstützung“, erklärt dazu IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Die Anzeige entstand auf Initiative eines Kreises von Frauen und Männern aus dem Rhein-Main-Gebiet und der IGFM.

Nasrin Sotoudeh und ihre Tochter Mehraveh Khandan am Tag der Haftunterbrechung.

Am 13. November 2020 ruft die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) unter Führung der Nobelpreisträgerinnen Shirin Ebadi (Iran) und Herta Müller (Deutschland) in der Frankfurter Rundschau zur Unterstützung der iranischen Menschenrechtsverteidigerin Nasrin Sotoudeh auf.

So könnte Ihre Solidarität aussehen! Fotografieren Sie sich mit der Anzeige in der Frankfurter Rundschau und teilen Sie das Bild auf den sozialen Medien mit dem Hashtag #FreeNasrin und @IGFM_DE (für Twitter)

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