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Beinahe jeder Inhaftierte in der Volksrepublik China musste bzw. muss Schläge und Tritte erdulden. Diese mit Abstand häufigste Misshandlungsmethode fällt nach der Haftentlassung oft besonders ins Auge, da die Opfer zum Teil sehr ausgedehnte Blutergüsse und Verletzungen am Körper aufweisen. Eine Reihe von Folteropfern berichteten, dass sie einige Wochen vor Ihrer Entlassung aus den Lagern oder Haftanstalten nicht mehr durch Schläge oder andere Foltermethoden (siehe unten) gequält wurden, die offensichtliche äußere Spuren hinterlassen.
Schläge wie auch andere Foltermethoden (siehe unten) fügen den Opfern Wunden zu, die in den meisten Fällen medizinisch nicht oder erst viel zu spät versorgt werden. Entzündungen und noch größere Schmerzen bei weiteren Misshandlungen sind die Folge.
mit Ledergürtel und Gürtelschnalle Das Opfer liegt auf dem Boden oder steht an der Wand und wird mit dem Ledergürtel der Uniform geschlagen. Vor allem durch die Gürtelschnallen entstehen dabei große Schmerzen und im Kopfbereich zum Teil schwere Verletzungen.
mit Kabeln Schläge mit einem Kabel werden als noch schmerzhafter beschrieben als Misshandlungen mit dem Uniformgürtel.
Fußtritte und Faustschläge Beide werden sehr häufig eingesetzt, auch gegen die Genitalien oder andere besonders empfindliche Körperteile. Es liegen Berichte vor, nach denen Opfer wiederholt bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen oder getreten wurden.
durch andere Häftlinge Andere Häftlinge befolgen, mit Aussicht auf Haftverkürzung oder -erleichterung, die Aufforderungen der Sicherheitskräfte und verprügeln und treten das Opfer.
mit Knüppeln oder anderen schweren, stumpfen Gegenständen Die Schläge erfolgen oft gegen besonders empfindliche Körperteile, unter anderem im Bereich des Kopfes, der Genitalien und der Gelenke. Es gibt vereinzelte Berichte, bei denen die Opfer auch mit Hämmern gequält wurden.
Schläge auf das Gesäß Diese Folter wird auch "Brett weitergeben" genannt. Das Opfer wird mit einem Brett, Knüppel oder Stock zum Teil hunderte Male geschlagen. Schwere Blutergüsse und zum Teil offene Wunden sind die Folgen.
mit dornigen oder nesselnden Pflanzen Insbesondere das Schlagen mit Dornen oder Stacheln besetzen Pflanzensprossen verursacht sehr schmerzhafte Hautverletzungen. In einigen Berichten wurde auch nesselnde Pflanzen eingesetzt, um die Schmerzen weiter zu vergrößern.
mit Nagelknüppeln Das Opfer wird mit einem Knüppel, einem Kantholz oder einer Latte geschlagen, aus der bzw. aus dem Nägeln hervorstehen. Die Folge sind schwerste, auch tödliche Verletzunge. |