/25. Hilfstransport der IGFM in Flüchtlingslager im Nordirak

25. Hilfstransport der IGFM in Flüchtlingslager im Nordirak

Hilfstransport in den Nordirak

Zum 25. Mal machte sich ein Hilfstransport der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf den Weg zu Flüchtlingslagern im kurdischen Nordirak. Begleitet von Khalil Al-Rasho (links), dem Leiter der IGFM-Irakhilfe, bringt der Sattelschlepper unter anderem Rollstühle, Krankenhausbetten, Dialysegeräte und Waschmaschinen zu Menschen, die vor islamistischer Gewalt fliehen mussten.

25. Hilfstransport der IGFM in Flüchtlingslager im Nordirak

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hilft seit dem Völkermord im Jahr 2014 Flüchtlingen, die im kurdischen Nordirak Schutz gefunden haben. Damals hatten Islamisten tausende Jesiden ermordet oder versklavt. Die Bedrohung durch Islamisten ist nach der militärischen Niederlage des „Islamischen Staates“ (IS) nicht verschwunden und viele Ortschaften sind nach wie vor verwüstet. Die Hilfsgüter der IGFM werden daher bereits sehnlichst im Nordirak erwartet. Am 15. April 2019 machte sich der 25. IGFM-Hilfstransport in den Nordirak auf den Weg von der Geschäftsstelle der IGFM in Frankfurt am Main. Beladen ist der Sattelschlepper unter anderem mit Dialysegeräten, Krankenbetten, Rollstühlen und Waschmaschinen. Aber auch eine Tischtennisplatte ist dabei. Die dazugehörenden Bälle gibt es in Massen – sie sind übrig geblieben von einer Protestaktion der IGFM gegen Steinigungen in Iran.

Die 24 Dialyseliegen erhielt die IGFM von einer Arztpraxis in dem nordrhein-westfälischen Düren. Die 12 Dialysemaschinen, die sich ebenfalls auf der Ladefläche des Hilfstransports befinden, wurden von einer Praxis im bayrischen Wertheim gespendet. Da den Ärzten, die eine Dialyse im Irak durchführen, meist die benötigten Geräte fehlen, oder diese bereits veraltet sind, werden die neuen Dialysegeräte schon sehnlichst im Nordirak erwartet.

Der Leiter der humanitären Hilfe der IGFM im Nahen Osten, Khalil Al-Rasho, ist bereits kurz nach Abfahrt des Hilfstransports mit dem Flugzeug über die Türkei in den Nordirak gereist, damit er Dohuk vor dem Transport erreicht und dessen Ankunft vorbereiten kann. Er wird dort unter anderem von einem Team deutscher Zahnärzte begleitet, die Flüchtlinge in einer fahrenden Praxis behandeln. Die Termine dafür müssen bereits vor Eintreffen des Sattelschleppers vereinbart und koordiniert werden.

In den Lagern in Dohuk im kurdischen Nordirak, die der Hilfstransport ansteuert, betreut die IGFM Geflüchtete, die nach wie vor nicht in ihre Heimat zurückkehren können, oft weil Islamisten weiterhin ihr Leben bedrohen oder weil ihre Heimatorte komplett zerstört sind. Meist sind es Jesiden, Christen und sunnitische Muslime. Fast alle vertriebenen Schiiten sind in die schiitisch kontrollierten Gebiete des Irak weitergeflohen.

Neben medizinischen Hilfsgütern werden auch Alltagsgegenstände in den Nordirak transportiert. Neun Fahrräder und 25 Nähmaschinen befinden sich auf der Ladefläche des Sattelschleppers. Die Fahrräder wird Khalil Al-Rasho an Schulen im Nordirak verteilen: Um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich in der Schule anzustrengen, sollen jeweils die fünf besten Schüler einer Klasse ein Fahrrad bekommen. Die Nähmaschinen kommen in Kursen zum Einsatz, in denen Frauen, die vom IS entführt wurden, Kleidung für sich und andere herstellen können. Den Geflüchteten wird auch Unterricht in Lesen und Schreiben, Ausbildungen in Erster Hilfe, aber auch ein Sport- und Musikunterricht angeboten. Mit solchen Maßnahmen will die IGFM über die dringend benötigte Nothilfe hinaus Hoffnung und Freude in den Alltag der Flüchtlinge bringen. Das Feedback der Empfänger zeigt uns: Es funktioniert!

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Das IGFM-Team und vor allem die Empfänger der Hilfe freuen sich, wenn Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Tausende Menschen sind vor islamistischer Gewalt in den kurdischen Nordirak geflohen. Viele von ihnen leben dort seit Jahren unter sehr schwierigen Bedingungen. Wir möchten Menschen dort unterstützen, wo es am nötigsten ist.

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