
„Stimmen des Krieges“ ist ein Projekt der Charkiwer Menschenrechtsgruppe, das darauf abzielt, Material und Interviews mit Augenzeugen der russischen Besatzung und der russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine zu sammeln. Das Projekt ist Teil der globalen Initiative „Tribunal für Putin“, deren Gründung im Februar 2022 von drei ukrainischen Menschenrechtsorganisationen – der Ukrainischen Helsinki-Union für Menschenrechte, der Charkiwer Menschenrechtsgruppe und dem Zentrum für bürgerliche Freiheiten – initiiert wurde. Ziel ist, die Verantwortlichen für Verbrechen im Rahmen der bewaffneten Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) beteiligte sich bis Februar 2025 an der Übersetzung und Verteilung der Projektmaterialien von „Stimmen des Krieges“ ins Deutsche und Englische, damit möglichst viele Menschen außerhalb der Ukraine wissen, welche Gräueltaten die russische Armee in der Ukraine begangen hat und weiterhin begeht.
Interviews
„Die Wahrheit über russische Kriegsgefangenschaft“
Eine Ukrainerin Olena Jahupova berichtet über ihre grausamen Erlebnisse in russischer Gefangenschaft, die erlebte Folter und Zwangsarbeit. Sie kämpft nun für die Rettung anderer Opfer in besetzten Gebieten.
„Darja`s Geschichte. Kinderleben sind unersetzlich!“
Am 12. August 2022 wurde die Familie von Elvira während eines Beschusses in Bachmut schwer getroffen. Ihre Tochter Darja schützte ihren Bruder Dmitri mit ihrem Körper und rettete ihm so das Leben. Dabei wurde sie selbst schwer verletzt.
„Zehn Jahre Straflager in der DNR wegen pro-ukrainischer Haltung“
Valerij Matjushenko kehrte am 29. Juni 2024 nach Hause zurück, zusammen mit neun weiteren zivilen Gefangenen, die von den russischen Behörden rechtswidrig verurteilt, inhaftiert und gefoltert wurden.
„Mehr Angst vor Deportation nach Russland als vor dem Tod“
Iwan Jakowytsch Wiwsjanyk floh zu Fuß aus dem besetzten Tscheretyn, nachdem ihm die Deportation nach Russland drohte. Er hatte mehr Angst vor der Entwurzelung als vor dem Tod, da er sich als Ukrainer fühlte.
„Unser Evakuierungszug wurde beschossen – Erinnerungen einer Regisseurin aus Irpin“
Olga Gdulya rettete sich aus Irpin mit einem einzigen Rucksack und zwei Katzen, nachdem sie 10 Tage unter Beschuss verbracht hatte und erließ sie die Stadt über „Brücke des Lebens“( Romaniv-Brücke) bezeichnet wurde.
„Er hob sein Maschinengewehr und begann, auf mich zu schießen“
Mychajlo war auf dem Weg nach Hause, als ein russischer Soldat, der auf einem Panzer saß, auf ihn zu schießen begann. Die ersten beiden Kugeln durchschlugen sein Knie, die dritte riss ihm die Mütze vom Kopf und streifte seine Schläfe. Mychajlo überlebte nur dank der Hilfe von Nachbarn.





