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Menschenrechte verteidigen beginnt mit Hinsehen.

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Online-Pressegespräch Iran: Im Iran enteignet und entrechtet, aus Deutschland finanziert?

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) lädt am 7. Oktober 2026 um 11 Uhr gemeinsam mit iranischen Experten, Menschenrechtsaktivisten und Angehörigen von Betroffenen zu einem Gespräch über Menschenrechtsverletzungen, Festnahmen und Repressionen im Iran. Im Mittelpunkt steht der Bericht von Atossa Najafi über das Schicksal ihres Bruders Parsa Najafi.

Katrin Bornmüller erhält 30. Europäischen Sozialpreis zu Eschweiler

Der Europaverein GPB e.V. zeichnet am 3. Oktober die Ehrenvorsitzende der IGFM, Katrin Bornmüller aus Wittlich, mit dem Europäischen Sozialpreis aus. Unter dem Motto „Menschenrechte sind das Fundament Europas“ würdigt der Verein das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement der 86-Jährigen für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und ihren Einsatz für Menschen in Not – in Europa und im Nahen Osten.

Dedi Saputra

Als „Gefangenen des Monats Oktober“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den evangelischen Pastor Dedi Saputra aus Indonesien benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den ehemaligen Muslim einzusetzen. Der 31-Jährige wurde am 18. Februar 2026 an seinem Wohnsitz in der Provinz West-Kalimantan auf der Insel Borneo festgenommen und zwei Tage später nach Aceh geflogen, wo das islamische Recht, die Scharia gilt. Dort wurde er wegen angeblicher Blasphemie (Gotteslästerung) sowie Verbreitung von Hass-Botschaften vor Gericht gestellt.

Peruaner im Krieg: „Sklaven der Russen“

In einem Pressegespräch der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichteten Angehörige über internationale Netzwerke, die Peruaner für die russische Armee rekrutieren. Mit hohen Gehaltsversprechen gelockt, werde die Reise nach Russland organisiert, dort würden unter Druck oder in völliger Unkenntnis über den Inhalt, Verträge unterzeichnet, sich den russischen Streitkräften anzuschließen.

Gemeinsame Erklärung von Menschenrechtsorganisationen und der Zivilgesellschaft

Die Auslieferung von Mansur Mowlajew und Julia Emelianova nach Russland wird zu politisch motivierter Strafverfolgung, langjähriger Haft und Misshandlung führen. Daher fordert die IGFM und 149 weitere Unterzeichner Kasachstan auf, die Auslieferung zu stoppen und seine völkerrechtlichen Verpflichtungen einzuhalten.

Nikol Paschinjan mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet: Frieden und Demokratie als strategische Entscheidung für Armenien

Am 18. September 2026 erhielt der armenische Premierminister Nikol Paschinjan den Hessischen Friedenspreis 2025 für seinen Beitrag zu Demokratie, Frieden und gewaltfreiem politischen Wandel. Die Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern der IGFM unterstrich die internationale Bedeutung dieser Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Stärkung von Menschenrechten und Demokratie sowie der Kampf gegen Desinformation. Die IGFM unterstützt diese Ziele durch Medienbildung, Faktenchecks und internationale Zusammenarbeit.

Iran-Bericht 22. September 2026

Die Lage im Iran bleibt angespannt und ist weiterhin von Kriegsgefahr, wirtschaftlicher Not und zunehmendem staatlichem Druck geprägt. Nach den zuletzt weniger direkten militärischen Auseinandersetzungen warnte die iranische Militärführung vor möglichen neuen US-Angriffen. Gleichzeitig leiden die Menschen unter hoher Inflation, einer schwachen Landeswährung sowie Engpässen bei Benzin und Strom. Zudem verstärkt der Staat seine Überwachung politisch aktiver Iraner, auch im Ausland. Die neue Online-Plattform „Alaj“ soll dabei Informationen über Aktivisten und Regierungskritiker sammeln. Insgesamt nehmen Unsicherheit und Überwachung für die iranische Bevölkerung innerhalb und außerhalb des Landes zu.

Aus der Geschichte lernen

Am 17. September 1975 erklärte die DDR-Staatssicherheit die in Frankfurt gegründete IGFM zur „Feindorganisation“ und ordnete ihre Bekämpfung an. Grund dafür war ihr Einsatz für politische Gefangene und Verfolgte in der DDR und der Sowjetunion sowie ihre Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen. Die Stasi versuchte, die IGFM als staatsfeindliche und geheimdienstlich gesteuerte Organisation darzustellen und ihre Kontakte zu DDR-Bürgern strafrechtlich zu verfolgen. Der Text zieht daraus eine Parallele zur heutigen Unterdrückung von Oppositionellen und Regierungskritikern in Russland und betont die Bedeutung der Menschenrechtsarbeit der IGFM.

Karolis Garuckas – Kämpfer für Menschenrechte

Der litauischen Priesters Karolis Garuckas (1908–1979) setzte sich während der sowjetischen Besatzung mutig für die Religions-, Menschen- und Bürgerrechte ein und kritisierte offen die Diskriminierung der katholischen Kirche. 1976 gehörte er zu den fünf Gründungsmitgliedern der Litauischen Helsinki-Gruppe, die Menschenrechtsverletzungen dokumentierte und öffentlich anprangerte.

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